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Was du über Darm-Endometriose wissen solltest

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Geschrieben von
Jessica Papic (Ärztin)

Neben dem inneren Bauchraum, den Eierstöcken und der Blase, können sich die Gewebsinseln bei einer Endometriose auch im Bereich des Darms ablagern.

Am häufigsten betroffen sind dabei die Übergangsstelle zwischen dem letzten Abschnitt des Dickdarms, das Sigma sowie der Enddarm.

Im Falle der sogenannten rektovaginalesn Endometriose siedeln sich die versprengten Gebärmutterschleimhautzellen zwischen dem Darm und der Scheide an. Im Bereich des Dünn- oder Blinddarms hingegen lassen sich nur äußerst selten Endometriose- Herde finden.

Wissenswert

Besonders häufig lassen sich Endometriose- Herde im Bereich der Übergangsstelle des letzten Abschnitts des Dickdarms, dem Sigma und dem Enddarm finden.

In der Regel besteht bei einer Darm-Endometriose kein Zusammenhang zwischen den von der betroffenen Frau wahrgenommenen Schmerzen und dem Ausmaß der Erkrankung. Das bedeutet, dass auch kleine, wenig zahlreiche Gewebsinseln zu starken Schmerzen führen können.

Wohingegen ein ausgeprägter Befund nicht zwangsläufig mit besonders starken Beschwerden einher gehen muss. Viel mehr spielt die Eindringtiefe der versprengten Zellen eine entscheidende Rolle.

Wenn die Schleimhautzellen tiefer als fünf Millimeter in das Gewebe des Darm eindringen, rufen sie bei der Erkrankten starke Schmerzen hervor. Besonders stark werden die Beschwerden bei einer Eindringtiefe von mehr als zehn Millimeter.

Achtung

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Ausprägung der Darm-Endometriose und den von einer betroffenen Frau wahrgenommenen Schmerzen.

Im Falle der Darm- Endometriose kann es zum Auftreten von spezifischen Symptomen kommen. Bei etwa 30 Prozent der Erkrankten zeigen sich versprengte Gebärmutterschleimhautzellen im Bereich des Enddarms vor allem durch Blutungen, die während der Menstruation einsetzen.

Darüber hinaus kommt es häufig zu Beschwerden, die an eine Erkrankung des Magen-Darm-Traktes erinnern. Aus diesem Grund ist es oftmals besonders schwierig, die Symptome einer Endometriose zuzuordnen. Oft dauert es eine lange Zeit, bis die Erkrankten die richtige Diagnose erhalten.

Frauen, die an einer Darm-Endometriose leiden, entwickeln zudem chronische Verstopfungen, die durch eine Verengung des Enddarms hervorgerufen werden. Wenn der Stuhl dennoch abgeführt werden kann, ist er in der Regel klein, fest und erinnert an den Kot eines Kaninchens.

Tendenziell nehmen die Verstopfungen während der Menstruation deutlich zu. Grund dafür ist die Tatsache, dass der Enddarm in dieser Zeit anschwillt. Typische für die Darm-Endometriose ist zudem, dass die Verstopfungen zumeist unmittelbar nach der Regelblutung verschwinden und sich bei den betroffenen Frauen Durchfälle einstellen.

Neben den für Gebärmutterschleimhautablagerungen im Bereich des Darms typischen Symptome gibt es einige Beschwerden die sowohl bei einer Darm-Endometriose als auch bei einem Befall anderer Strukturen des kleinen Beckens, auftreten können.

Zu diesen Beschwerden zählen vor allem Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie), ein stark aufgeblähter Bauch, Übelkeit, Schmerzen im unteren Rücken und Darmentleerungsstörungen wie zum Beispiel Durchfall . Sollte der Blinddarm von den Gewebsinseln betroffen sein, können die klassischen Symptome einer Blinddarmentzündung (Appendizitis) in Erscheinung treten.

Hinweis

Symptome der Darm- Endometriose

Zu den häufigsten Symptomen der Darm- Endometriose zählen:

  • chronische Verstopfungen
  • fester, kleiner Kot ("Kaninchenstuhl")
  • Blutungen aus dem Darm (während der Periode)
  • Durchfälle
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)
  • aufgeblähter Bauch
  • Übelkeit
  • Schmerzen im unteren Rücken

Auch bei einer Darm-Endometriose gibt es verschiedene konservative (nicht-operative) und operative Behandlungsmöglichkeiten. Bei der Wahl der am besten geeigneten Therapie müssen vor allem das Alter der Betroffenen, ein möglicher Kinderwunsch, das Ausmaß der Erkrankung, die Beeinträchtigung innerer Organe sowie die vorliegenden Beschwerden berücksichtigt werden.

Wird die Darm-Endometriose als Zufallsbefund entdeckt und ruft keinerlei Beschwerden hervor, so muss nicht zwangsläufig eine Behandlung erfolgen.

Wenn die Endometrioseherde nicht zu tief reichen und die Darmwand nicht durchbrochen haben, können sie ganz einfach von der Darmwand abgetragen werden. Dabei müssen keine Teile des Darms entfernt werden.

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