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Übelkeit bei PMS

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Geschrieben von
Jessica Papic (Ärztin)

Welche Ursachen gibt es für Übelkeit während des prämenstruellen Syndroms (PMS)?

Dass es bei einer Schwangerschaft, vor allem in der Frühschwangerschaft, zu Übelkeit kommen kann, ist allseits bekannt. Dass Übelkeit allerdings auch ein Symptom des prämenstruellen Syndroms (PMS ) sein kann, wissen die Wenigsten. Dabei ist die Ursache für das Auftreten der Übelkeit ganz einfach nachzuvollziehen. Im Falle einer Schwangerschaft kommt es zu einem immensen Anstieg des Schwangerschaftshormons Beta-HCG. Dieser Anstieg sowie die Umstellung des gesamten Hormonsystems der Schwangeren führen zu den bekannten Beschwerden. Neben der Übelkeit kommt es in den ersten Wochen der Schwangerschaft auch zu Brustschmerzen , Heißhunger und Stimmungsschwankungen. Bei dem PMS steigt zwar nicht das Hormon Beta-HCG an, dennoch sind die Hormonumstellungen am Ende des Zyklus häufig weitreichend. Aus diesem Grund zeigt sich bei vielen Frauen eine recht ähnliche Symptomatik wie in der Frühschwangerschaft. Gemeinsam mit der Übelkeit kommt es im Zuge eines PMS ebenfalls häufig zu Brustschmerzen, Heißhunger und Stimmungsschwankungen. Es ist davon auszugehen, dass es für die PMS-assoziierte Übelkeit weitere Ursachen gibt. Diese konnten jedoch bis heute noch nicht abschließend aufgeklärt werden. Wissenschaftler sind sich allerdings sicher, dass vor allem das Hormon Progesteron bei der Entstehung der Übelkeit eine wichtige Rolle spielt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für Übelkeit im Rahmen des PMS?

Wenn es in der Frühschwangerschaft zu Übelkeit und Erbrechen kommt, lassen sich die Beschwerden aufgrund der Embryotoxizität vieler Medikamente nur schwerlich behandeln. Im Falle der Übelkeit, die mit dem PMS einhergeht, sieht das glücklicherweise anders aus. Vor allem der Wirkstoff Dimenhydrinat, der zum Beispiel in Vomex enthalten ist, ist dafür bekannt, Übelkeit und Brechreiz besonders schnell zu lindern. Es gibt aber auch einige Hausmittel, die dabei helfen, die Beschwerden leichter bewältigen zu können. Zu diesen Hausmitteln zählen unter anderem heißer Tee mit Ingwer sowie die Anwendung von lokaler Wärme. Letzteres sorgt sogar für die Linderung mehrerer Symptome, die für das PMS typisch sind. Neben der Übelkeit werden nämlich auch die Schmerzen im Bereich des Unterleibs durch das Auflegen einer Wärmflasche oder eines Wärmekissens gelindert. Das Risiko dafür, dass es in einem weiteren Zyklus erneut zu Übelkeit mit oder ohne Erbrechen kommt, lässt sich durch ausreichenden Schlaf und regelmäßige körperliche Betätigung deutlich senken.

Vielen Frauen hilft auch das Erlernen spezifischer Entspannungstechniken, um mit den Beschwerden besser zurechtzukommen. Da die Übelkeit bei dem PMS in vielen Fällen durch anhaltenden Stress verstärkt wird, lässt sich das Symptom auch auf diese Weise lindern. Wie bei allen Beschwerden, die mit dem prämenstruellen Syndrom in Zusammenhang stehen, können sich die Ernährungsgewohnheiten auch auf die PMS-assoziierte Übelkeit auswirken. Süße Speisen und fettreiche Mahlzeiten lassen die Übelkeit in der Regel schlimmer werden. Durch eine ausgewogene Ernährung mit frischem Obst und Gemüse hingegen, zeigen sich die Beschwerden oftmals als rückläufig.

Wie kann man PMS-bedingte Übelkeit durch richtige Ernährung natürlich lindern?

Es gibt viele natürliche Vorgehensweisen und Hausmittel, die dabei helfen sollen, Übelkeit und Erbrechen zu lindern. Tatsächlich lässt sich jedoch beobachten, dass die meisten dieser Methoden nicht jedem Menschen gleichermaßen helfen. Aus diesem Grund muss zuerst getestet werden, auf welche Methode der Einzelne positiv reagiert. Im Allgemeinen ist es für Frauen, die während der Tage vor der Menstruation an Übelkeit leiden, wichtig, große Mahlzeiten zu meiden und lieber häufiger kleine Speisen zu verzehren. Wichtig ist dabei auch die Wahl der Lebensmittel. Diese sollten nach Möglichkeit leicht verdaulich und nicht zu heiß sein. Auch auf Gerichte, die kräftig gewürzt sind, sollte man in dieser Zeit verzichten. Besonders gut geeignet sind zum Beispiel Kompott, Bananen, Joghurt, Pudding, Haferbrei, Nudeln, Reis, Rührei, Apfelmus und Trockenobst. Trockene Lebensmittel, die Stärke enthalten, können dem PMS-assoziierten Erbrechen vorbeugen. Zu diesen Lebensmitteln zählen zum Beispiel Toast, Cracker, Salzstangen und Zwieback. Darüber hinaus schwören viele der betroffenen Frauen auf die Wirkung von Ingwer. Der Ingwer sollte dazu zu einem Tee verkocht und langsam getrunken werden. Nach ungefähr einer halben Stunde soll die Übelkeit auf diese Weise spürbar abnehmen. Auch das Riechen an Zitrusfrüchten soll ein gutes Hausmittel gegen anhaltende Übelkeit sein.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen, wenn man unter PMS-bedingter Übelkeit leidet?

Wenn es im Zuge des Prämenstruellen Syndroms zur Übelkeit mit oder ohne Erbrechen kommt, muss nicht unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. In den meisten Fällen kann der Körper mit dem Erbrechen einhergehenden Verlust von Flüssigkeit und Salzen gut umgehen und auf Reserven zurückgreifen. Es gibt aber auch einige Anzeichen dafür, dass ein Arztbesuch dringend notwendig ist. Kommt es gemeinsam mit der anhaltenden Übelkeit zu heftigem Erbrechen, sollte zunächst ausreichend Flüssigkeit getrunken werden. Sollte dies nicht möglich sein, zum Beispiel weil die Getränke stets umgehend wieder erbrochen werden, ist es notwendig, einen Arzt aufzusuchen, andernfalls droht eine Dehydratation . Darüber hinaus ist es wichtig, auch bei Übelkeit, die scheinbar mit dem PMS im Zusammenhang steht, auf begleitende Symptome zu achten. Wenn sich neben der Übelkeit zum Beispiel hohes Fieber zeigt, sollte zeitnah ein Arzt aufgesucht werden.

Kommt es gemeinsam mit der Übelkeit zu Brustschmerzen und Schwindel, muss sogar umgehend ein Notarzt alarmiert werden.

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