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Vertrauen aufbauen: Mit diesen 10 Schritten zum Erfolg

Was ist Vertrauen überhaupt?

Vertrauen ist die Basis einer jeden Beziehung. Dies gilt nicht nur für Liebesbeziehungen, sondern auch für Eltern-Kind-Beziehungen, Freundschaften und sogar für geschäftliche Beziehungen. Doch wie kann man Vertrauen aufbauen? Und was ist Vertrauen eigentlich?

Die Fähigkeit jemandem zu vertrauen, entwickelt sich größtenteils in die ersten 3 Lebensjahren. In dieser frühen Phase entsteht das so genannte Urvertrauen durch eine zuverlässige und liebevolle Bindung von dem Kind zu der primären Bezugsperson, also meistens den Eltern.

Hinweis

Das Baby sollte die Erfahrung machen, dass seine Bedürfnisse nach Bindung, Nahrung und Liebe von den Bezugspersonen zuverlässig und vollständig erfüllt werden.

Konnte sich durch Vernachlässigung, Gewalt oder Missbrauch das Urvertrauen in den ersten Lebensjahren nicht entwickeln, so fällt es diesen Personen auch im Erwachsenenalter häufig schwer, vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen und zu halten. Vertrauen ist laut Definition die Erwartung, dass man sich auf etwas oder auf jemanden verlassen kann.

10 Schritte um Vertrauen aufzubauen

In den meisten Fällen baut sich Vertrauen mit der Zeit von ganz allein auf. Aber was denn das Vertrauen schon einmal missbraucht wurde und es sich ein zweites Mal nicht von alleine entwickelt?

Ein gutes Selbstvertrauen ist Voraussetzung dafür anderen Menschen vertrauen zu können. Mache Dir Deine eigenen Stärken bewusst und verlasse ab und zu auch mal deine Komfortzone. Trau dir mal mehr zu und probiere neue Sachen aus. Du bist großartig so wie du bist!

Wenn das Vertrauen einmal gebrochen wurde, ist es wichtig sich wieder neu kennen zu lernen. Nehmt euch Zeit füreinander, macht Dinge die euch einander wieder näher bringen und rückt eure Beziehung wieder mehr in den Mittelpunkt. Neue gemeinsame Erlebnisse stärken das Zugehörigkeitsgefühl und können das Vertrauen wieder neu erwecken.

Es kann viel geredet werden, wenn der Tag lang ist, aber was wirklich zählt ist das, was man tut. Anstatt leere Versprechungen und heiße Luft kommt es vor allem darauf an zu zeigen, dass man sich geändert hat und dass die Beziehung einem wichtig ist. Anstatt vieler Geschenke oder Blumen geht es hier eher darum zuverlässig zu sein und sich an seine Worte zu halten.

Vertrauen lässt sich nicht von heute auf morgen aufbauen. Es kann Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern, bis sich das Vertrauen wieder vollständig aufgebaut hat. Wichtig ist hier also ein langer Atem. Gebt euch Zeit und seid geduldig mit euch und eurer Partnerin oder eurem Partner.

Sprecht über eure Ängste, Sorgen und Probleme. Offene Kommunikation ist das A und O einer jeden Beziehung. Dein*e Partner*in kann dir nur vor den Kopf gucken und gerade deshalb ist es so wichtig sensible Themen anzusprechen. Mindestens genauso wichtig wie das offene Gespräch ist auch die Seite der Zuhörerin oder des Zuhörers. Das Gegenüber sollte ganz genau zuhören, empathisch reagieren und bei Unklarheiten paraphrasieren und nachfragen. Nicht immer kommt das Gesagte auch so an wie es gemeint ist. Wichtig ist es außerdem immer in Ich-Botschaften zu sprechen und keine Vorwürfe zu machen. Nehmt euch regelmäßig Zeit für ein Zwiegespräch und lasst eure Beziehung wieder wachsen.

Eine ernstgemeinte Entschuldigung kann manchmal Wunder bewirken. Voraussetzung dafür ist allerdings eine intensive Reflexion über das Geschehene und die eigene Rolle darin. Ebenso wichtig ist es, dabei authentisch zu bleiben. Dein Gegenüber wird die Entschuldigung nur ernstnehmen können, wenn sie auch wirklich so gemeint ist. Übrigens müssen Entschuldigungen nicht immer angenommen werden, sie sind lediglich ein Angebot.

Alle Gefühle sind okay. Ein Vertrauensbruch löst bei dem einen Menschen eine tiefe Traurigkeit aus, der nächste ist einfach nur wütend und enttäuscht. Werde Dir über deine Gefühle bewusst, lass sie zu und teile sie mit. Das Mitteilen von Gefühlen kann sehr heilend sein und deinem Partner oder deiner Partnerin helfen dich besser zu verstehen.

Wieder gemeinsam in die Zukunft zu schauen kann das Ziel oder auch der Weg sein. Gemeinsame Pläne zu machen kann wieder mehr zusammen schweißen und dafür sorgen, dass wieder Vertrauen entsteht. Mach deinem Partner oder deiner Partnerin klar, dass Du Dir eine gemeinsame Zukunft wünschst und bereit bist dafür zu arbeiten.

Es ist wichtig und gut über Vergangenes zu sprechen und zu reflektieren, es bringt jedoch nichts ständig in der Vergangenheit zu leben. Zu verzeihen heißt nicht zu vergessen, aber es heißt dem Gegenüber eine neue Chance zu geben. Menschen können an sich arbeiten und sich verändern. Gib deinem Partner oder deiner Partnerin die Chance sich zu verändern und entdecke neue Seiten an ihr/ihm. Anstatt ständig an vergangene Zeiten zu denken ist es wichtig sich immer wieder ins Hier und Jetzt zurückzuholen.

Wenn die Fronten zu verhärtet sind, ist es Zeit sich Hilfe zu holen. Eine Paarberatung oder eine Paartherapie kann helfen vergangenes zu verarbeiten und alte Kommunikationsmuster abzulegen. Ein neutrale Person die vermittelt und erklärt kann wahre Wunder bewirken.

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