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Diagnose bei Leberkrebs

Profilbild von Dr. med. Danny  Jazmati Geschrieben von Dr. med. Danny Jazmati

Die Diagnose eines Leberkarzinoms ist wichtig um den Tumor zu sichern und nach möglichen weiteren Herden zu suchen. Auch ist die Diagnose nicht ganz einfach, da der Tumor häufig auf Basis einer Leberzirrhose entsteht.

Eine Leberzirrhose führt zu einem hügeligen Umbau der Leber und auf dessen Basis kann schwer differenziert werden, ob es sich bei dem Befund um einen Teil der Zirrhose oder das Leberkarzinom handelt. Es kann daher wichtig sein die Diagnose an einem sehr erfahrenen Zentrum durchzuführen.

Das wichtigste für die Diagnose eines Leberkrebs ist eine Blutuntersuchung mit dem Tumormarker AFP und bildgebende Untersuchungen mit Ultraschall, CT oder MRT . Die Biopsie als Untersuchung ist umstritten.

Prinzipiell ist die ärztliche Diagnose in verschiedene Schritte unterteilt. Im Rahmen des Arzt-Patienten-Gespräch wird der Mediziner ausführlich auf die Leberzirrhose und die möglichen Ursachen eingehen.

Die häufigsten Ursachen sind eine Infektion mit dem Hepatitis Virus, Alkoholkonsum und eine Fettleber . Sie werden nach entsprechenden Risikofaktoren für diese Ursachen gefragt. Weitere Risikofaktoren sind z.B. eine Hämochromatose und ein Morbus Wilson.

Im Rahmen der körperlichen Untersuchung kann die Funktionalität der Leber untersucht werden. Häufig zeigt sich ein Leberkrebs als eine Verschlechterung einer initial bestehenden Leberzirrhose. Deshalb ist eine Verlaufsbeurteilung gegebenenfalls wichtig.

Blutwerte

Ein Hinweis auf das Vorliegen eines Leberkrebs kann ein sogenannter Tumormarker im Blut sein.

Das sogenannte AFP ist bei Patientinnen und Patienten mit Leberkrebs häufig erhöht. Es ist auch gut den Tumormarker zu bestimmen, um im weiteren Verlauf das Ansprechen der Therapie besser einschätzen zu können.

Zur Planung der weiteren Therapie ist es auch wichtig die Leberfunktion bestimmen zu können.

Dafür kann man im Rahmen der Blutuntersuchung auch Werte bestimmen, die uns einen Hinweis darauf geben können, in wie weit die Funktionalität der Leber eingeschränkt ist. Empfehlenswert ist GOT, GPT, Cholinesterease, Billirubin, Thrombozyten und GGT zu bestimmen. Auch die Parameter der Hepatitisinfektion können relevant sein, um zu sehen, ob man hier auch eine Therapie einleiten soll.

Bildgebung

Das wichtigste zur Sicherung der Diagnose beziehungsweise zur Sicherung des Verdachtes eines Leberkrebs ist die Bildgebung. Im Rahmen der Bildgebung können Veränderungen der Leber beurteilt werden und es kann eine Einschätzung vorgenommen werden inwieweit man von einer bösartigen Ursache ausgehen kann.

Die Ultraschalluntersuchung ist häufig die bildgebende Untersuchung die am leichtesten verfügbar ist und am schnellsten durchgeführt werden kann. Eine Ultraschalluntersuchung beinhaltet das der Arzt oder die Ärztin einen so genannten Schallkopf auf den Bauch des Patienten legt Und die Leber auf einem Monitor darstellt. Die Untersuchung kann über die Gabe von Kontrastmittel verfeinert werden.

Der Vorteil der Untersuchung ist dass es sich um eine dynamische Untersuchung handelt und der untersuche je nach Bedarf die Leber von verschiedenen Winkeln darstellen kann oder auch mehr Informationen durch eine Lage Änderung des Patienten oder eine Kompression der Schallkopf ist auf dem Bauch verursachen kann.

Der Nachteil der Untersuchung ist es dass die Aussagekraft sehr von der Qualifikation des Untersuchers abhängig ist.

Eine weitere Möglichkeit zur bildgebende Darstellung eines Lebertumor ist das MRT. Im Rahmen der MRT Untersuchung können über spezielle Leberuntersuchungen und leberspezifische Kontrastmittel sehr viele Informationen gewonnen werden. Es ist jedoch wichtig darauf hinzuweisen, dass es sehr viele gutartige Veränderungen in der Leber geben kann und der Arzt darzwischen differenzieren muss.

Eine weitere Untersuchung ist die CT Untersuchung. Diese ist etwas ungenauer als das MRT und hat eine Strahlenbelastung.

Wenn man von einem Leber Tumor ausgeht sollte danach auch eine Untersuchung durchgeführt werden, du danach sucht ob der Tumor gestreut hat. Dafür kann man eine CT Untersuchung von Lunge, Bauch und Becken durchführen. Es ist wichtig dieses vor der Therapie zu wissen, um den Patienten richtig behandeln zu können.

Biopsie

Bei vielen Krebserkrankungen stellt die Sicherung durch eine Biopsie am Ende die beweisende Untersuchung da. Bei Lebertumoren ist die frage ob eine Biopsie durchgeführt werden kann sehr kritisch diskutiert. Manchen Zentrum wird darauf verzichtet da eine Biopsie zu einer Verschleppung von Tumorzellen in die Bauchhöhle führen kann.

Anders ist es bei Erkrankungen die bereits gestreut haben. Dann möchte man unbedingt eine Biopsie durchführen um auf Basis der Gewebs-Untersuchung Rückschlüsse zu einer möglichen TherapieOption schließen zu können.

Letzte Änderung: 5. November 2022

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