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Wässriger Durchfall und Gluckern im Bauch

Profilbild von Dr. med. Danny  Jazmati Geschrieben von Dr. med. Danny Jazmati

Bei wässrigem Durchfall kann die vermehrte Flüssigkeit im Darm die Darmgeräusche intensivieren, was als Gluckern wahrgenommen wird. Wässriger Durchfall liegt vor, wenn man mehr als dreimal am Tag sehr flüssigen Stuhlgang hat, der ähnlich wässrig wie Wasser ist. Mögliche Ursachen hierfür können Infektionen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Erkrankungen des Darms sein.

Was ist wässriger Durchfall und Gluckern im Bauch?

Bei wässrigem Durchfall hast du mindestens drei mal Tag Stuhlgang, der so flüssig wie Wasser ist. Häufig hat man das Gefühl die großen Flüssigkeitsmengen im Bauch nicht mehr richtig halten zu können und der Stuhlgang tritt explosionsartig auf.

Die große Flüssigkeitsmenge in deinem Darm verursacht, dass sich die Darminhalte schneller bewegen. Durch die schnellere Bewegung werden die normalen Darmgeräusche lauter und es tritt ein lautes Gluckern im Bauch auf. Das Gluckern ist ein völlig normales Geräusch, dass bei der Verdauung durch die sich bewegenden Speisen entsteht.

Ärzte bezeichnen dieses Geräusch als Borborygmi. Am häufigsten ist es auf dem Dünndarm zu hören, da hier Gase und Nahrungsmittel am stärksten durch den Bauch transportiert werden. Wenn viel Flüssigkeit im Darm ist, werden die Bewegung, angetrieben durch das Wasser stärker und die Geräusche werden lauter.

Symptome von wässrigem Durchfall und gluckern im Bauch

Die Symptome die mit wässrigem Durchfall und Gluckern im Bauch auftreten können von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Sie hängen häufig von dem Körpergewicht der betroffenen Person und der Ursache ab.

Häufige begleitende Symptome sind:

  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Fieber
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Dehydration
  • Gewichtsverlust
  • Schwäche
  • Durst
  • Trockene Haut und Schleimhäute
  • Mattigkeit
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Schwäche

Wie lange dauert wässriger Durchfall mit Gluckern im Bauch normalerweise?

Die Dauer der Erkrankung kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Es hängt in der Regel von der Ursache der Erkrankung ab. Tritt der wässrige Durchfall plötzlich auf, handelt es sich meistens um eine virale Infektion, eine bakterielle Infektion oder eine Lebensmittelvergiftung. In der Regel verschwinden die Symptome nach zwei bis zehn Tagen.

Anhaltende Durchfälle können auch bei einer Unverträglichkeit gegen manche Bestandteile deiner Nahrung auftreten oder bei einem Reizdarmsyndrom.

Bei einer Unverträglichkeit gehen die Symptome in der Regel nachdem man den Auslöser meidet sofort weg. Beim Reizdarm können die Beschwerden Wochen oder Jahre bestehen.

Behandlung von wässrigem Durchfall

Häufig ist keine Behandlung notwendig und die Probleme verschwinden wieder von ganz alleine. Da du durch den wässrigen Durchfall auch häufig sehr viel Wasser verlierst ist es wichtig viel zu trinken, damit du nicht austrocknest. Auch solltest du auf deine Elektrolyte aufpassen.

Möglichkeiten, um Wasser und Elektrolyte in den Griff zu bekommen sind:

  • Viel Wasser trinken
  • Tee trinken
  • Salzstangen
  • Bananen

Ursachen von wässrigem Durchfall

Infektiöse Ursachen

Norovirus

Norovirus verursacht häufig Durchfallerkrankungen, die ganz plötzlich beginnen und neben dem wässrigen Durchfall und dem Gurgeln im Bauch häufig auch starke Bauchschmerzen zeigen. Norovirus ist sehr ansteckend, wodurch es häufig zu Ausbrüchen in Krankenhäusern, Schulen oder Hotelanlagen kommen kann.

Rotavirus

Rotavirus ist die häufigste Durchfallerkrankung bei kleinen Kindern und kann für Säuglinge sehr gefährlich sein, da sie in kurzer Zeit viel Wasser verlieren können.

Adenovirus

Adenoviren können zu sehr verschiedenen Erkrankungen führen, die Entzündungen der Atemwege, Entzündungen der Augen, aber auch Durchfallerkrankungen sind. Häufig tritt neben dem Durchfall und Gluckern im Bauch auch Erbrechen und Fieber auf.

Salmonellen

Salmonellen sind Bakterien, die häufig durch das Essen von schlechten Lebensmitteln auftreten. Häufig treten Salmonellen ein bis drei Tage nach dem Verzehr dieser Lebensmittel auf und verursachen einen wässrigen Durchfall mit Gluckern im Bauch sowie schweren Bauchkrämpfen und Fieber .

E. Coli

Bei der E. coli-Infektion kommt es häufig zu schweren Durchfallerkrankungen, wo auch blutiger Stuhlgang vorhanden sein kann. Manchmal greift die Erkrankung auch auf die Niere über, was sehr gefährlich sein kann. Häufig entsteht die Erkrankung durch ungewaschenes Gemüse oder rohem Rinderfleisch.

Campylobacter jejuni

Die Erkrankung entsteht häufig durch nicht gekochtes Geflügel, unpasteurierte Milch oder dreckiges Wasser. Hier kann es zu blutigen Durchfällen, Fieber, Bauchschmerzen und manchmal auch Erbrechen kommen. Die Durchfälle werden von einem starken Gluckern begleitet.

Giardia lamblia

Bei Giardialamblia handelt es sich um einen Parasit im Dünndarm. Die Erkrankung kann durch infizierte Menschen oder Lebensmittel übertragen werden. Neben wässrigem Durchfall und Gluckern im Bauch können Blähungen, Bauchkrämpfe und Übelkeit auftreten.

Amöben

Bei der Amöbenruhe, die durch den Verzehr von verunreinigtem Wasser entsteht, treten blutige Durchfälle, Fieber und manchmal Entzündungsherde an der Leber auf.

Lebensmittelintoleranz

Laktoseintoleranz

Bei der Laktoseintoleranz kann der Zucker in Milch und Milchprodukten, (Laktose) nicht mehr richtig verdaut werden. Laktose zieht Wasser an und führt daher zu wässrigen Durchfällen. Die starken Wassermengen im Darm bei einer Laktoseintoleranz können ein lautes Gluckern im Bauch auslösen.

Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)

Hierbei sind Menschen allergisch auf Gluten. Dieses befindet sich in Weizen, Gerste und Rogge. Durch die Allergie kommt es zu einer Schädigung des Dünndarms, was zu Durchfällen führen kann.

Allergie

Manche Nahrungsmittel können bei manchen Menschen zu schweren allergischen Reaktionen führen, die das Verdauungssystem beeinflussen können.

Langanhaltende Durchfälle

Reizdarmsyndrom

Die Ursachen für das Reizdarmsyndrom sind noch nicht verstanden. Bei den Betroffenen kommt es häufig zu Durchfällen und Verstopfungen.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa führen beide zu anhaltenden Verdauungsproblemen.

Schilddrüsenüberfunktion

Bei einer überaktiven Schilddrüse wird der Darm übermäßig stimuliert, was zu Durchfällen führen kann.

Psychische Erkrankungen

Wenn wir Stress oder Angst haben, kann dieses manchmal einen Einfluss auf den Darm haben und es kommt zum Auftreten von Durchfall.

Komplikationen

Die häufigste Komplikation ist ein Verlust von Wasser. Das kann dazu führen, dass du austrocknest und wichtige Funktionen in deinem Körper nicht mehr so gut funktionieren wie vorher.

Auch Elektrolyte können bei dem Durchfall verloren gehen und deinem Körper fehlen. Das kann Symptome wie Muskelkrämpfe oder Herzrhythmusstörung auslösen.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Häufig gehen die Symptome von selber wieder weg, sodass man nicht unbedingt zu einem Arzt gehen muss- wenn man sich schlecht fühlt, sollte man aber auf keinen Fall warten. Wenn die Symptome aber anhalten und länger als drei Tage bestehen, sollte man einen Arzt aufsuchen. Bei Blut im Stuhl oder starkem Fieber sollte man dieses auch mit seinem Arzt sofort besprechen.

Patienten, die eine chronische Erkrankung wie Diabetes, Krebs, Herz oder Nierenerkrankung haben, sollten sich am besten mit Eintritt der Symptome bei ihrem Hausarzt vorstellen. Auch bei Patienten die älter als 65 Jahre alt sind besteht ein erhöhtes Risiko.

Hinweise das du austrocknest sind: Trockene Schleimhäute, Schwindel, Müdigkeit, Dunkler Urin, Verwirrung und Müdigkeit.

Wie kann ich wässrigem Stuhlgang und Gluckern im Bauch vorbeugen?

Man kann das Risiko für eine Durchfallerkrankung nicht ganz ausschließen.

Möglichkeiten das Risiko gering zu halten sind:

  • Hygiene: Händewaschen vor dem Essen, Oberflächen reinigen und bei Durchfallerkrankungen andere Menschen meiden
  • Ernährung: ausgewogene, gesunde Ernährung
  • Probiotika: Probiotika können helfen eine gute Darmflora aufzubauen, die bei Durchfallerkrankungen unterstützen kann.

Letzte Änderung: 1. April 2024

Quellen

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