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Osteoporose Medikamente

Geschrieben von Natalie Peeri-Aharon

Was sind die gängigsten Medikamente zur Behandlung von Osteoporose?

Zur Behandlung von Osteoporose gibt es verschiedene Medikamente. Ein häufig verwendetes sind die Bisphosphonate, wie z.B. Alendronsäure. Wenn jemand diese Medikamente nicht vertragen kann, gibt es auch Alternativen.

Bei einem hohen Bruchrisiko können zum Beispiel PTH oder PTHrp Analoge verschrieben werden. Diese imitieren ein natürliches Hormon (Parathormon), das von den Nebenschilddrüsen produziert wird und hilft, die Knochen zu stärken.

Eine weitere Alternative für Leute, die keine Bisphosphonate nehmen können, ist die Osteoporosespritze (Wirkstoff Denosumab), die alle sechs Monate gegeben wird. Alle diese Medikamente muss ein Arzt verschreiben.

Wie wirken diese Medikamente gegen Osteoporose auf den Körper?

Osteoklasten sind Zellen, die für den Abbau und die Absorption von Knochensubstanz zuständig sind. Bisphosphonate wirken, indem sie die Funktion der Osteoklasten hindern und die Zerstörung der Osteoklasten fördern.

Dadurch verringert sich der Knochenabbau. Da der Aufbau und der Abbau von Knochensubstanz miteinander verknüpft ist, wird durch Bisphosphonate auch der Knochenaufbau verringert. Jedoch ist der Knochenabbau stärker betroffen als der Knochenaufbau, und somit erreichen diese Medikamente den gewünschten Effekt.

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Osteoporose Medikamenten auftreten?

Manchmal senken Bisphosphonate den Kalziumspiegel im Blut, was man Hypokalzämie nennt. Sie können auch eine Entzündung der Speiseröhre verursachen, und in seltenen Fällen sogar Krebs in der Speiseröhre. Um das zu vermeiden, sollten Patientinnen und Patienten die Tabletten mit viel Wasser schlucken und danach eine halbe Stunde lang aufrecht sitzen oder stehen.

Eine sehr seltene, aber ernste Nebenwirkung ist die Osteonekrose des Kiefers. Das bedeutet, dass der Knochen im Kieferbereich nicht genug Blut bekommt. Ohne genügend Blut bekommen die Knochen nicht genug Sauerstoff und können absterben.

Dieses Problem tritt meistens bei Krebspatientinnen und -patienten auf, die hohe Dosen des Medikaments durch eine Vene bekommen. Aber es kann auch bei anderen Patientinnen und Patienten vorkommen, die die Tablettenform nehmen.

Gibt es natürliche Alternativen zu Osteoporose Medikamenten?

Leider gibt es nicht wirklich irgendwelche natürliche Heilmittel die man Anstatt der gängigen Medikamente einnehmen kann. Jedoch kann man mit natürlichen Mitteln der Osteoporose vorbeugen.

Ab einem gewissen Alter sollte man regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen, um den Kalzium- und Vitamin D Spiegel zu testen Kalzium ist ein Baustein für den Knochenaufbau und Vitamin D hilft uns den Kalziumspiegel zu erhöhen. So kann man dann die Einnahme von Kalzium und Vitamin D optimieren und die Chance, dass man Osteoporose bekommt verringern.

Diese Nahrungsergänzungsmittel kann man sich rezeptfrei in der Apotheke besorgen. Zudem spielt auch Sport eine wichtige Rolle: Krafttraining und Gleichgewichtstraining können auch helfen Osteoporose vorzubeugen, da der Aufbau der Knochen von sportlichen Aktivitäten stimuliert wird.

Ein leichtes Lauftraining oder Schwimmübungen können auch von Vorteil sein. Ausserdem gibt es auch leichte Osteoporoseübungen die man zu Hause machen kann. Hierzu kann man sich entweder mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin, oder auch von Sportmedizinern beraten lassen.

Auch Patienten/Innen die für Osteoporose behandelt werden, sollten Kalzium und Vitamin D einnehmen. Allerdings sollte man mit anderen Mineralien wie z.B. Magnesium und Eisen vorsichtig sein, da diese die Wirkung der Bisphosphonate hemmen können. Deshalb sollte man mindestens eine Stunde nach der Einnahme von Bisphosphonaten warten, bevor man andere Ergänzungsmittel zu sich nimmt.

Wie oft sollte man Osteoporose Medikamente einnehmen?

Wie oft man die Medikamente einnehmen sollte, kommt auf das Medikament an. Alendronate, z.B. kann entweder in einer 10mg Tablette täglich eingenommen werden, oder in einer 70mg Tablette einmal wöchentlich.

Risedronate, ein anderes Bisphosphonate, kann entweder in einer 5mg Dosis einmal täglich eingenommen werden, oder in einer 35mg Dosis einmal pro Woche, oder in einer 150mg Dosis einmal im Monat. Es gibt auch eine Form von Risedronate die eine Magensaftresistenz hat, und diese kann in einer 35mg Dosis einmal pro Woche eingenommen werden.

In der Regel werden diese Medikamente für einen Zeitraum von fünf Jahren eingenommen. Dann wird bestimmt wie hoch das Risiko für Brüche ist. Ist das Risiko gering, dann wird in der Regel empfohlen, dass man mit der Einnahme der Medikamente aufhört. Ist das Risiko weiterhin erhöht, dann sollte man die Medikamente weiter einnehmen.

Es gibt auch die Möglichkeit mit Zoledronsäure (auch ein Bisphosphonat) behandelt zu werden. Dieses Medikament wird intravenös, also durch eine Infusion, verabreicht. Die Behandlungsdauer ist drei Jahre, und man erhält die Infusion einmal im Jahr.

In den meisten Fällen wird die Therapie nach den drei Jahren nicht weitergeführt, da es ausreichend belegt wurde, dass man für mindestens drei weitere Jahre vor Knochenbrüchen geschützt ist.

Letzte Änderung: 30. November 2023

Quellen

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