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Ernährung bei Reizdarm

Bild das Ernährung bei Reizdarm  veranschaulicht.

Jeder der schon mal die Symptome , , ein allgemeines Unwohlsein, und Verstopfungen oder hatte, kann sich vorstellen wie unangenehm ein sein kann. Klinisch spricht man dann von dem (RDS), wenn sich unklar zuordnende Bauchschmerzen in Kombination mit Durchfall und/oder Verstopfungen erkennbar machen. Häufig treten diese Symptome verstärkt unmittelbar nach der Nahrungsaufnahme für einige Stunden auf.

Hinweis

In den meisten Fällen reicht hier schon eine leichte Ernährungsumstellung. Demnach gilt es möglichst den Magen-Darm-Trakt mit der richtigen Ernährung zu schonen, bis die Probleme nach meist nur wenigen Tagen bis Wochen wieder verschwinden.

In einigen Fällen kann das RDS aus einer Laktose- oder Glutenunverträglichkeit hervorgehen.

Im Beispiel der , bei der das zur Spaltung vom Milchzucker nötige Enzym Laktase im fehlt, entstehen bei der Verdauung von Laktose (Milchzucker), nach großer Zufuhr von Milchprodukten, Gase im Darm.

Diese Gase können auf Dauer den Darm reizen, sodass die oben beschriebenen Symptome verursacht werden können. Deshalb sollte man als allererstes einen Arzt konsultieren, der den Patienten auf diese Nahrungsmittelunverträglichkeiten untersucht.

Wie stellt man nun bestenfalls seine Ernährung um?

Viel Trinken

Die richtige Ernährung bei Reizdarm kann dabei helfen die Probleme in den Griff zu bekommen. Zu allererst sollte darauf geachtet werden, dass man viel trinkt. Zwei Liter Wasser oder ungesüßter Tee sollten es täglich mindestens sein. Dadurch wird der Verdauungsprozess beschleunigt und Reizungen werden gelindert. Außerdem kann ein Esslöffel Apfelessig in einem Glas Wasser verrührt sehr Symptom-lindern wirken.

Ernährungstagebuch

Zu Beginn ist es sinnvoll ein Ernährungstagebuch zu erstellen. Das heißt jede zu sich genommene Mahlzeit auf zuschreiben, um Symptom-auslösende Lebensmittel und Speisen ausfindig zu machen. Am besten eignet sich ein solches Tagebuch in ein Zeitraum von mindestens 7 bis 14 Tagen. Zusätzlich ist es von Vorteil die genauen Esszeiten und den Zeitpunkt des Symptombeginns zu notieren.

FODMAP-Diät

Im Laufe der letzten Jahre hat sich die Medizin auf das Ernährungskonzept namens FODMAP-Diät geeinigt. FODMAP steht für fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und (and) Polyole. Dabei handelt es sich um eine Auslass-Diät, welche darauf basiert, bestimmte Lebensmittel für etwa 6-8 Wochen zu vermeiden.

Gemeint sind schnell vergärende Kohlenhydrate, wie sie etwa in Süßigkeiten, Brot (besonders Weizen), Milchprodukten, Steinobst oder Kohl stecken. Zu den Polyolen gehören unter anderem industriell hergestellte Süßungsmittel.

Lebensmittel, die zu empfehlen sind

Empfehlenswert ist feingeschrotetes Brot bevorzugt aus Dinkel-, Reis-, Mais- und Sojamehl. Müsli sollte fein geschrotet sein und Getreideprodukte sind am besten aus Hafer, Buchweizen, Hirse und Flohsamen. Diese Samen, Körner, Getreide und Flohsamen sind besonders zu empfehlen, da sie sehr ballaststoffreich sind, die Verdauung anregen und Verstopfungen vorbeugen. Kartoffeln und Reis sollten sich auch ohne Probleme verzehren lassen.

Beim Obst sollte man sich im Grunde genommen auf Stein- und kernloses Obst, wie zum Beispiel Bananen, Himbeeren, Honigmelone, Grapefruits und Trauben beschränken. Sollten einem diese Obstsorten allerdings zu monoton sein, kann der Patient sich auch auf die Verträglichkeiten der kernhaltigen Obstsorten Grapefruit, Limette, Zitrone, Orange, Papaya und Passionsfrucht testen lassen.

Bei dem Gemüse sind unter anderem Mais, Spinat, Möhren Gurke, alle Salatsorten, Tomaten und Zucchini sehr zu empfehlen.

Mageres Fleisch ist einmal wöchentlich in Ordnung und als regelmäßigere Alternative kann man Tempeh und Tofu empfehlen.

Senf und Sojasoße machen keine Probleme, genauso wenig wie viele regionale unpanierte Fischsorten. Bei Snacks und Knabberkram sind Reis- und Maiswaffeln und -kräcker, Walnüsse, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Mandeln und Haselnüsse sowie dunkle Schokolade ab siebzig Prozent zu empfehlen.

Lebensmitten, die man meiden sollte

Weniger empfehlenswert ist klassisches Brot, besonders das, welches noch ganz frisch ist und gerade aus dem Ofen. Auch auf andere Backwaren, Weizenprodukte, Crunchy-Müsli und grobe Vollkornprodukte sollte man verzichten.

Jegliche Milchprodukte von Butter über Jogurt bis zum Milchreis und Pudding sollten gemieden werden. Hier kann man nach Alternativen aus zum Beispiel Kokos-, Soja- oder Hafermilch schauen. Als weiterhin besonders problematisch stellt sich die Fruktose dar, welche auch als natürlicher Fruchtzucker bekannt ist. Bei der Hälfte aller an RDS Leidenden, wirkt sich Fruktose negativ auf die Schmerzen aus. Dementsprechend empfiehlt es sich Fruktose auszulassen. Fructose findet sich vor allem in Obst, wie Äpfel, Birnen. Steinobst, Wassermelone, Obstkonserven und Trockenfrüchten sowie in Agavendicksaft, Fruchtsaftkonzentraten und Glukose-Fruktose-Sirup.

Beim Gemüse ist es so, dass vor allem auf Kohlarten, wie zum Beispiel auf Blumenkohl, Grünkohl, Weißkohl und Wirsing, verzichtet werden sollte. Auch Bohnen, Erbsen, Knoblauch, Paprika und Linsen sollte man mit Vorsicht genießen, da diese gerne stark blähen.

Beim Fleisch und Fisch sollte man auf Fettreiches und Frittiertes verzichten. Auch Schweineschmalz, sahnehaltige Fischgerichte, Wurst, Pommes mit Mayo und Fertiggerichte sind bitte aus dem Speiseplan zu streichen

Hinweis

Bei den Snacks sollten insbesondere die weg gelassen werden, welche sowieso schon als „ungesund“ gelten. Das bedeutet, dass unter anderem Eiscreme, Vollmilchschokolade, industrielle und gebackene Süßwaren und Chips absolute No Go’s sind.

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