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Ernährung bei Adipositas

Profilbild von Sophia Kandah M.Sc. Medizinisch geprüft von Sophia Kandah M.Sc. am 31. Oktober 2022 | Geschrieben von Nadja Schatzinger B.Sc.
Nudelsalat mit Gemüse.

Was ist eigentlich Adipositas und ab welchem Zeitpunkt bin ich davon betroffen?

Der menschliche Körper besteht zu einem gewissen Anteil aus Fettgewebe. Dieses kann man in weißes und braunes Fettgewebe unterteilen und beide Arten bringen wichtige Aufgaben mit sich.

Das weiße Fettgewebe dient als wichtiger Energiespeicher, produziert bestimmte Hormone und dient zusätzlich als „Schutz“ für unsere Haut und Organe. Das braune Fettgewebe bildet sich im Laufe des Lebens zurück, ist aber vor allem bei Neugeborenen essenziell für die Wärmeproduktion.

Leidet man an einer pathologischen Zunahme des weißen Fettgewebes, so spricht man von Adipositas . Sobald man einen BMI (=Body Mass Index) von mindestens 30 hat, gilt man als adipös.

Durch diese Krankheit steigt die Wahrscheinlichkeit drastisch, an vielen weiteren Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes Mellitus (Typ 2) zu erkranken.

Da Adipositas vor allem durch eine erhöhte Kalorienzufuhr zustande kommt, ist es sehr wichtig, sich im Falle dieser Erkrankung richtig zu ernähren.

Ernährung bei Adipositas

Leidet man an Adipositas, besteht das Hauptziel darin, Gewicht zu reduzieren. Dies wird durch eine ausgewogene und gesunde Ernährung in Kombination mit ausreichender Bewegung und genügend Sport begünstigt.

Man sollte generell darauf achten, relativ wenig Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Die Mahlzeiten, die man konsumiert sollten dann nährstoffreich und ballaststoffreich sein, damit ein zufriedenstellendes Sättigungsgefühl auftritt.

Von kleinen Snacks zwischen den großen Mahlzeiten wird abgeraten – erreicht einen aber mal eine Heißhunger Attacke, so sollte man zwischendurch gesunde Lebensmittel wie beispielsweise eine Handvoll Obst (zum Beispiel Beeren) zu sich nehmen.

Eine Ernährung mit reichlich Vollkorn- und Getreideprodukten, Obst, Gemüse und Kartoffeln wird empfohlen. Der übermäßige Konsum von Fett und fettreicher Nahrung sowie ein großer Konsum von Zucker und Salz sollte vermieden werden. Diese verstecken sich allerdings gerne heimlich in vielen Lebensmittelprodukten: man sollte auf Produkte wie Fleisch, Wurst, Saucen oder Käse etwas genauer achten. 

Grundsätzlich sollte man vor allem viel Wasser trinken, auch ungesüßte Tees sind in Ordnung. Von Softdrinks sowie Alkohol sollten allerdings auch die Finger gelassen werden.

Gute und schlechte Lebensmittel

Zusammenfassend kann man also bei der Ernährung die Lebensmittel in zwei Kategorien unterteilen:

  • Vollkornprodukte wie Vollkornnudeln oder Reis und Bulgur, Quinoa, Hirse, Haferflocken
  • Obst mit einem geringen Fruchtzuckergehalt wie beispielsweise Aprikose, Pfirsich, Erdbeeren, Heidelbeeren, Papaya
  • Zuckerarmes Gemüse wie zum Beispiel grüne Bohnen, Kopfsalat, Feldsalat, Champignons, Broccoli, verschiedene Kohlarten, Spargel, Gurken, Spinat, Erbsen, Pilze, Radieschen, Tomaten
  • Mageres Fleisch wie Hühnchen oder Pute sowie Fisch wie Forelle oder Makrele
  • Ballaststoffreiches Gemüse wie Kartoffeln, Kürbis, Pastinake, Spinat oder Artischocken
  • Fettarme Milchprodukte wie 1,5% Fettarme Milch oder Naturjoghurt
  • Wasser und ungesüßte Tees, wenn Softdrinks, dann die Zero Version ohne Zucker!
  • Frittierte und mit Öl zubereitete Beilagen wie beispielsweise Pommes frites oder Kroketten
  • Kohlenhydratreiche Lebensmittel
  • Saucen, Dips und ein übermäßiger Fleischkonsum
  • Obstsorten mit einem hohen Fruchtzuckergehalt wie beispielsweise Bananen, Ananas, Trauben oder Mandarinen – dieser Konsum sollte besonders abends vermieden werden
  • Bestimmte Milchprodukte wie gesüßte Joghurts, Sahne oder Schmand
  • Fettreiches, paniertes Fleisch und Wurst
  • Smoothies, Fruchsäfte und Softdrinks, Kakao, gesüßter Tee und Alkohol (vor allem gesüßte Cocktails)

Letzte Änderung: 31. Oktober 2022

Quellen
  • Physiologie Silbernagl von Stefan Silbernagl
  • Biochemie und Pathobiochemie Löffler und Petrides
  • Duale Reihe Biochemie

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