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Magengeschwür

Geschrieben von Julian Thomas
Eine Frau, die ihren Bauch berührt, leidet unter Bauchschmerzen, die durch ein Magengeschwür verursacht werden.

Das Magengeschwür beschreibt einen tiefen Defekt der Magenschleimhaut, der das darunter liegende Gewebe offenlegt. Neben Magengeschwüren können Geschwüre auch im nachgeschalteten Darmabschnitt, dem Zwölffingerdarm, vorkommen.

Das Zwölffingerdarm-Geschwür ist dabei circa dreimal so häufig wie das Magengeschwür.

Die Inzidenz des Magengeschwürs in Deutschland liegt bei ca. 200/100.000 Einwohnern, wobei Männer und Frauen in etwa gleich häufig betroffen sind. Das Alter bei Ersterkrankung liegt meist jenseits des 50. Lebensjahrs.

Die Rate der Neuerkrankungen ist aufgrund effektiver medikamentöser Gegenmaßnahmen sukzessiv gesunken. Die Magenspiegelung ist der Goldstandard zur Diagnose des Magengeschwürs. Häufig werden Magengeschwüre auch als Zufallsbefund im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt.

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren eines Magengeschwürs?

Die Magenschleimhaut kleidet den Magen von innen gänzlich aus, und schützt diesen effektiv vor der ätzenden Wirkung der Magensäure. Aufgrund verschiedener Mechanismen kann es über eine gewisse Zeit zu Beschädigungen dieser schützenden Schleimschicht kommen.

Der hauptauslösende Faktor für die Entstehung eines Magengeschwürs ist die Besiedlung des Magens mit dem Stäbchenbakterium "Helicobacter pylori". Es ist für ca. 75 % der Magengeschwüre verantwortlich. Durch seine Konstellation ist es dem Bakterium möglich der normalerweise desinfizierenden Wirkung der Salzsäure des Magens zu entkommen und sich zu vermehren. Diese Erkenntnis wurde durch die beiden Wissenschaftler Barry Marshall und John Robin Warren in den 1980er Jahren erstmals gewonnen und in Selbstversuchen vor der Weltgemeinschaft verteidigt. Durch diese Versuche erhielten die beiden Männer für ihre Entdeckungen den Medizin-Nobelpreis.

Das Bakterium Helicobacter pylori sorgt zeitgleich dafür, dass der schützende Schleim verringert wird, und es zu einer verstärkten Säureabgabe im Magen kommt. Durch diesen Mechanismus wird die Magenwand geschädigt. Hält der Reiz durch die Säure lange an, ist grundsätzlich ein Defekt der Magenwand bis hin zum Magendurchbruch möglich. Helicobacter pylori verursacht fast immer eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut (=Gastritis), jedoch nur in etwa 15-20 % auch ein Magengeschwür.

Weitere Faktoren, die die Entstehung eines Magengeschwürs begünstigen, sind die Einnahme der sogenannten "nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR)" wie Ibuprofen und Diclofenac - da sie die Produktion von Prostaglandinen behindern. Ein Magengeschwür durch die Einnahme von NSAR wird auch "peptisches Ulkus" genannt und tritt bei bis zu 4 % aller Patienten, die lange Zeit NSARs einnehmen, auf.

Auch die Einnahme von Antidepressiva wie Citalopram, Escitalopram, das Rauchen, der Genuss von Alkohol, das Kaffee trinken und ein Alter von >65Jahren kann die Entstehung eines Magengeschwürs begünstigen. Bei der kombinierten Einnahme von Kortisonpräparaten und NSAR wie Ibuprofen, ist das Risiko für das Auftreten eines Magengeschwürs bis zu 15-fach erhöht. Aufgrund dieses hohen Risikos ist bei einer gleichzeitigen Einnahme immer die Kombination mit einem Protonenpumpenhemmer muss.

Andere auslösende Faktoren für ein Magengeschwür sind beispielsweise Stress im Zuge von schweren Verbrennungen und Aufenthalten auf der Intensivstation (sogenannte Stressulzera), Gastrinome (Gastrin-produzierende Tumore), Morbus Crohn, postoperativ nach Teilentfernungen des Magens, Hyperparathyreoidismus, Leberzirrhose, COPD , Niereninsuffizienz , systemische Mastozytose und Infektionen wie CMV, Tuberkulose oder Syphilis.

Begünstigende Faktoren für ein Magengeschwür sind zusammengefasst:

  • Genetische Veranlagung für Magengeschwüre
  • Psychosoziale Stress-Situationen
  • Ein ungesunder Lebensstil mit Konsum vieler Genussmittel (Alkohol, Zigaretten, Kaffee)
  • Eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis)
  • Ein hohes Lebensalter

Was sind die Symptome eines Magengeschwürs?

Die typischen Symptome des Magengeschwürs umfassen einen Schmerz im Oberbauch mittig oder linksseitig betont, der insbesondere kurze Zeit nach der Nahrungsaufnahme auftritt. Der Schmerz kann jedoch auch unabhängig von der Nahrungsaufnahme beginnen oder unspezifisch sein.

Die Oberbauchschmerzen werden häufig als krampfartig, drückend, stechend, dumpf, ziehend und zur linken Körperseite hin ausstrahlend, beschrieben. Oft kommt es bei Nahrungskarenz zu einer deutlichen Besserung der Schmerzen. Schmerzen in der Nacht sind dagegen besonders typisch für ein Zwölffingerdarm-Geschwür.

Manche Menschen entwickeln im Zuge des Magengeschwürs auch Abneigungen gegen gewisse Lebensmittel. Hiervon betroffen sind insbesondere Speisen, welche die Produktion der Magensäure stark anregen. Dazu zählen etwa Wein, Kaffee, fette Speisen, scharfe Gewürze und Frittiertes.

Falls das Magengeschwür in den Magen hinein blutet, finden sich unter Umständen Zeichen einer Blutarmut (Anämie). Bei starken Blutungen kann es zum Erbrechen von Blut kommen. Dieses Blut ist nach Kontakt mit der Magensäure dunkel verfärbt, sodass in diesem Rahmen auch häufig von "kaffeesatzartigem Erbrechen" gesprochen wird. Weitere unspezifischer Symptome können ein Völlegefühl, Blähungen, Aufstoßen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Gewichtsverlust sein.

Stärkere Blutungen im Magen können sich als schwarzer, klebriger Stuhlgang (sogenannter Teerstuhl) bemerkbar machen. Falls es zu einem Bluterbrechen kommt, kann dies auch immer zu einem Kreislaufversagen führen. Es erfordert daher immer eine intensive Betreuung und Therapie in einem Krankenhaus.

Wie wird das Magengeschwür diagnostiziert?

Beim Verdacht auf ein Magengeschwür ergeben sich Hinweise darauf meist bereits aus den beschriebenen Beschwerden. Der Arzt wird eine körperliche Untersuchung mit Blutuntersuchung anordnen. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall und MRT können Hinweise auf den Magen als Ursache liefern.

Die endgültige Diagnose wird mittels "ÖGD- Ösophagogastroduodenoskopie" gestellt, also im Rahmen einer "Magenspiegelung". Hierbei wird der Gastroenterologe eine Probenentnahme durchführen, die im Nachgang durch die Pathologie auf das Vorhandensein des o.g. Stäbchenbakteriums oder andere krankheitsauslösende Ursachen untersucht wird. Durch die endoskopische Untersuchung können mögliche Defekte oder Krebsvorstufen frühzeitig und effektiv erkannt werden. Sollte ein Magengeschwür bluten, kann diese Blutung während der ÖGD Untersuchung durch den Arzt gestillt werden.

Die Magenspiegelung ist dabei der Goldstandard für die Diagnose und bietet die höchste Sensitivität aller verfügbaren Untersuchungsmethoden. Sie ist in der Regel nicht schmerzhaft und Komplikationen wie die Durchstoßung des Magens oder Verletzungen des Kehlkopfs beziehungsweise des Magens sind sehr selten.

Im Gegensatz zu Geschwüren im Zwölffingerdarm können Magengeschwüre durch einen bösartigen Tumor ausgelöst werden. Jedes Magengeschwür ist dabei prinzipiell verdächtig, weshalb es auch immer mit einer Endoskopie und einer zusätzlichen Biopsie nachkontrolliert werden muss.

Aufwendige und in der Aussage eher unsichere Tests umfassen sogenannte Atemtests, und Stuhlganguntersuchungen.

Therapie bei Magengeschwür

In Westeuropa bilden sich mehr als ein Drittel aller Magengeschwür-Fälle von allein zurück. Insbesondere, wenn auf schleimhaut-schädigende Faktoren verzichtet wird. Dazu zählen vor allem das Rauchen, Alkoholkonsum und übermäßiger Stress. Hierzu empfiehlt es sich einen besseren Umgang mit Stress zu erlernen und gegebenenfalls eine psychotherapeutische Unterstützung in Erwägung zu ziehen.

Die Therapie der Besiedlung mit dem Bakterium "Helicobacter pylori" erfolgt hingegen mit einer kombinierten Antibiotikatherapie. Zur Anwendung kommen entweder die sogenannte "Französische Trippeltherapie" oder die "Italienische Trippeltherapie". Beide Therapien dauern dabei 7 Tage an. Ca. 6-8 Wochen nach dieser Kombinationstherapie sollte der Erfolg über eine erneute Magenspiegelung kontrolliert werden. Bei konsequenter Einnahme der Medikamente liegt der Behandlungserfolg regelmäßig bei über 90 %. Magengeschwüre, die nach sechs Monaten unter medikamentöser Therapie nicht abheilen, müssen operiert werden.

Die Italienische-Triple-Therapie besteht aus:

  • Protonenpumpenhemmer (PPI)
  • Metronidazol (Antibiotikum, 2-mal 400mg/täglich)
  • Clarithromycin (Antibiotikum, 2-mal 500mg/täglich)

Die Französische-Triple-Therapie besteht aus:

  • Protonenpumpenhemmer (PPI)
  • Amoxicillin (Antibiotikum, 2-mal 1000mg/täglich)
  • Clarithromycin (Antibiotikum, 2-mal 500mg/täglich)

Weiters gibt es noch eine sogenannte Sequenzial-Therapie, welche über 10 Tage angewendet wird. Diese besteht aus:

  • Tag 1-10: Protonenpumpenhemmer (PPI)
  • Tag 1-5: Amoxicillin (2-mal 1000mg/täglich)
  • Tag 6-10: Metronidazol (2-mal 500mg/täglich) plus Clarithromycin (2-mal 500mg/täglich)

Zu Unterdrückung der Säuresekretion des Magens können verschiedenste Medikamente angewendet werden. Beispielsweise finden hier Protonenpumpenhemmer, Histamin-2-Rezeptor-Blocker, Antazida, Sucralfat, und Analoga von Prostaglandinen Anwendung.

Allgemein sollten jegliche Reize auf den Magen verhindert werden, die die Magenschleimhaut in ihrer Struktur beeinflussen. Dazu gehört Kaffeekonsum, Rauchen, Alkoholgenuss, übermäßiger Stress und die Einnahme von sog. NSAR. wie Ibuprofen oder Diclofenac.

Treten immer wieder Magen-Ulzera nach erfolgreicher Therapie auf, handelt es sich um die sogenannte chronisch-rezidivierende Ulkuskrankheit. Kommt es im Rahmen eines Magengeschwürs zur Komplikation eines Magendurchbruchs, stellt dies die Indikation zur Notfall-Operation dar.

Wie ist die Prognose eines Magengeschwürs?

Da Magengeschwüre meist auf der Basis einer Gastritis (Magenschleimhautentzündung) entstehen, ist es notwendig die Ursache der Entzündung zu beseitigen, um einen langfristigen Heilungserfolg zu erzielen. Hierzu zählt neben dem Verzicht auf für den Magen provozierende Substanzen wie Kaffee und Alkohol auch eine ärztliche Therapie. Der behandelnde Arzt wird unterstützend unter Umständen sogenannte PPI (wie bspw. Pantoprazol, Omeprazol) verschreiben, die die Produktion der schädigenden Magensäure drosseln sollen. Insgesamt neigen Patienten, die bereits in der Vergangenheit ein Magengeschwür hatten dazu, erneut eines zu entwickeln.

Komplikationen, die im Zuge eines Magengeschwürs auftreten können sind: Magenblutungen (bei etwa 15 % aller Ulkus-Patienten), eine Perforation der Magenschleimhaut mit Verletzung von Nachbarorganen (durch Magensäure) und eine Verengung des Magenausgangs durch ein Ulkus im Bereich des Magenausgangs.

Empfehlungen zur Nachsorge bei einem Magengeschwür

In der Folge eines Magengeschwürs wird Ihr Arzt unter Umständen einen sog. Protonenpumpeninhibitor (PPI) verschreiben, sowie die Nachuntersuchung der Magenschleimhaut veranlassen. Der Verzicht auf Alkohol, Nikotin und Kaffee ist ein weiterer wichtiger Baustein in der zügigen Regeneration der beschädigten Magenschleimhaut.

Jedes Magengeschwür sollte dabei 8-12 Wochen nach erfolgter Diagnosestellung, mittels einer Magenspiegelung, nachkontrolliert werden.

Zusammenfassung

Das Magengeschwür ist ein tiefer Defekt der Magenschleimhaut, der in 90 % durch eine bakterielle Fehlbesiedlung des Magens mit dem Bakterium Helicobacter pylori entsteht. Die kausale Therapie dieser Ursache ist eine Kombinationstherapie von zwei Antibiotika mit einem Magensäurehemmer (PPI). Die konsequente Reduktion des Konsums von Kaffee, Zigaretten und Alkohol sowie die Stressreduktion kann nachhaltig dazu beitragen, eine gesunde Magenschleimhaut auszubilden.

Quellen
  • Herold, G. 2019. Innere Medizin. De Gruyter.
  • Layer, P. 2017. Facharztwissen Gastroenterologie. 1 ed.: Springer.
  • Messmann, H. 2021. Klinische Gastroenterologie. 2 ed.: Thieme.
  • Prinz, C. 2012. Basiswissen Innere Medizin. 1 ed.: Springer.
  • Michels, G. 2010. Klinikmanual Innere Medizin. 1 ed.: Springer.

Häufig gestellte Fragen

Leichte Formen von Magengeschwüren können unter Umständen "von selbst" abheilen. Genauer gesagt tuen sie dies sowieso, die Betroffene/der Betroffene verringert nur die schädigenden Einwirkungen auf den Magen. In ca. 90% der Magengeschwüre kann eine Besiedlung mit dem Bakterium Helicobacter pylori nachgewiesen werden. In diesen Fällen ist eine kausale Therapie gegen die Bakterien mittels Antibiotika-Kombination angezeigt. 

Da das Magengeschwür in aller Regel aus einer Magenschleimhautentzündung hervor geht, kann in diesem Zusammenhang auch vermehrt saures Aufstoßen beobachtet werden.

Bestimmte Blutwerte wie Entzündungswerte und roter Blutfarbstoff können stets nur unsichere Hinweise auf das Vorliegen eines Magengeschwürs liefern. Die Diagnosekriterien schließen eine invasive Untersuchung mittels Magenspiegelung und Probenentnahme ein. 

Unter sehr guten "Schallbedingungen" kann ein Schleimhaut bzw. Wanddefekt des Magens auch auf dem Ultraschall erkannt werden. Diagnosesichernd ist jedoch die endoskopische Untersuchung des Magens inkl. Probenentnahme.

Saure Einflüsse auf den Magen wie Alkohol oder Kaffee, das Zigarettenrauchen, Stress und Medikamenteneinnahmen können die Symptome betroffener Personen verstärken. 

Insbesondere der Verzicht auf reizende Lebens- und Genussmittel ist beim Magengeschwür angezeigt. Hierzu zählen Kaffee, Alkohol, Zigaretten und insgesamt sehr saure Getränke. Es sollte bis zum Abheilen des Magengeschwürs und Regenration der Magenschleimhaut auf eine ausgewogene Schonkost geachtet werden mit geringem Fettanteil. 

Nachdem der Hauptauslöser als Bakterium identifiziert worden ist, können die allermeisten Magengeschwüre heutzutage ohne operative Methoden entfernt werden. Hierzu setzt man eine Antibiotika-Kombinationstherapie zusammen mit Magensäureblockern ein. Sollte es zur Blutung aus einem Magengeschwür kommen, ist eine endoskopische Intervention mit Blutstillung erforderlich. 

Der Stuhlgang beim Magengeschwür ist in der Regel normal. Sollte das Magengeschwür bluten, kann sich der Stuhlgang schnell dunkel bis schwarz verfärben als Ausdruck des Kontaktes von Magensäure und rotem Blutfarbstoff. 

Eine gefürchtete Komplikation eines Magengeschwürs, ist ein Magendurchbruch der schnell zu einer Entzündung des Bauchfells führt. Diese mündet dann schnell in einer generalisierten Blutvergiftung die im Tod enden kann.

Die typische Schmerzlokalisation für eine Magenschleimhautentzündung bis zum Magengeschwür sind im Oberbauch mittig bis links lokalisiert. In einigen Fällen können die Schmerzen in den Unterbauch, in das Brustbein oder in den Rücken ausstrahlen. In diesen Fällen kann eine Zuordnung der Schmerzen zu einem bestimmten Krankheitsbild erschwert sein und es ist ratsam, sofort ärztliche oder notärztliche Hilfe aufzusuchen oder anzufordern. 

Alle zu "ätzenden" Einwirkungen auf den Magen sollten möglichst vermieden werden. Hierzu zählen vor allem Kaffee, Nikotin und Alkohol. Aber auch Medikamente, insbesondere Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR wie Ibuprofen zählen hierzu.

Das Magengeschwür in seiner definierten Ursprungsform ist nicht bösartig, sondern ein tiefer Defekt der Magenschleimhaut. Allerdings ist zu erwähnen, dass das Risiko für die Entwicklung eines Tumors im Bereich eines Magengeschwürs signifikant höher ist gegenüber einem gesunden Patienten. 

Psychischer Stress steht im starken Verdacht die Intaktheit der Magenschleimhaut negativ zu beeinflussen. Somit kann sie, vor allem in Zusammenhang mit weiteren Faktoren, auch zur Ausbildung eines Magengeschwürs beitragen. Das medizinische "Stressulcus"  tritt durch hohe Cortisolspiegel in Kombination mit einer verschlechterten Magendurchblutung auf und findet sich bei Patienten auf Intensivstationen häufiger.

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Magengeschwür einfach erklärt

Ulkus

Betroffene

Organe(e):

Magen

Häufigkeit

  • Inzidenz: Ca. 200 von 100.000 Einwohnern pro Jahr
  • Männer > Frauen

Risikofaktoren

  • Infektion mit Helicobacter pylori
  • nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR)
  • Einnahme von SSRI
  • Rauchen
  • Alkoholkonsum
  • Alter > 65 Jahre
  • chronische Magenschleimhautentzündung

Ursachen

  • Helicobacter pylori
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Stress
  • Chronische Magenschleimhautentzündung
  • Einnahme von NSAR oder SSRI

Pathophysiologie

  • Infektion mit Helicobakter > Schädigung der Magenschleimhaut > Einfluss der Magensäure auf die Magenschleimhaut > Magenschleimhautentzündung > Ulcus

Symptome

  • Blutungen
  • Bauchschmerzen

Komplikationen

  • Perforation
  • Blutungen
  • Pylorusstenose
  • Entartung

Diagnose

  • Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD)
    • Magenspiegelung mit Probenentnahme
  • Biopsie
    • Probeentnahme während der Magenspiegelung
  • Laboruntersuchung
    • Helicobacter Diagnostik
  • Anamnese
    • Leiden sie unter Magenschmerzen?
    • Treten die Schmerzen unmittelbar nach dem Essen auf?
    • Liegt der Schmerz dauerhaft vor?
    • Ist der Schmerz nachts besonders stark?
    • Nimmt die Intensität der Schmerzen ab, wenn sie etwas Essen?
    • Wurde bei ihnen eine Anämie festgestellt?
    • Müssen sie blutig erbrechen?
    • Hatten sie schon mal eine Entzündung der Magenschleimhaut?
    • Nehmen sie häufig Schmerzmittel ein?

Differenzial Diagnose

  • Magenschleimhautentzündung

Therapie

  • Medikamente
  • Lebensstiländerung
  • Operation

Präventionsmaßnahmen

  • Sparsamer Umgang mit NSAR
  • Nikotinverzicht
  • Alkoholkonsum senken/minimieren
  • Stress reduzieren
  • gesunde Ernährung
  • Bewegung

Mögliche Vorsorgemaßnahmen

  • frühzeitige Abklärung einer möglicherweise vorliegenden Helicobacter-Infektion

Prognose

  • sehr gute Prognose

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