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Schlafapnoe

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Geschrieben von
Jessica Papic (Ärztin)

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren einer Schlafapnoe?

Die Schlafapnoe, auch Schlafapnoe-Syndrom genannt, ist eine schlafbezogene Atmungsstörung. Es kommt dabei zu sogenannten Atemregulationsstörungen mit einer Minderbelüftung der Lunge (Hypopnoe bzw. alveoläre Hypoventilation) und/oder kurzzeitigen Atem-Stillständen. Durch die verringerte Atmung sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut, der Kohlenstoffdioxidgehalt steigt an. Das hat zur Folge, dass Betroffene häufiger aufwachen in der Nacht (wiederholten Weck-Reaktionen).

Damit versucht der Körper ein vermeidliches Ersticken zu verhindern. Typischerweise kommt es aber nicht zu einem bewussten Erwachen, sondern vielmehr zu einer Steigerung der sonst nachts herunterregulierten Körperfunktionen. Beispielsweise kommt es zur Ausschüttung von Stresshormonen und dem Anstieg der Herzfrequenz. Das hat negativen Einfluss auf die Schlafqualität. Der Schlaf ist weniger erholsam. Auch die nächtliche Regeneration des Körpers wird eingeschränkt.

Wissenswert

Man unterscheidet die kurzzeitigen Atemstillstände während des Schlafes anhand der zugrunde liegenden Ursache zwischen einer verengenden (obstruktiven) Form und Atemaussetzer infolge einer gestörten Atem-Regulation im Gehirn (zentrale Form). Es ist zudem möglich, dass beide Formen gleichzeitig vorliegen, dann spricht man von einer gemischten Form.

Das Obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) ist bei Weitem die häufigste Form der Schlafapnoe. Dabei kommt es zu einer Verengung der Atemwege, durch die im Schlaf erschlaffte Muskulatur im Mund- und Rachen-Bereich. Normalerweise gewährleisten die Muskeln im Bereich des Mundes und des Nasen-Rachen-Raumes eine gewisse Formstabilität der Atemwege. Wenn die Muskelgrundspannung (Tonus) nicht ausreichend hoch ist, kommt es durch den Sog bei der Einatmung dazu, dass die seitliche Begrenzung des Nasen-Rachen-Raumes mit angesaugt wird und sich die Luftwege dadurch verengen oder sogar verschließen.

Durch die Verengung kommt es zu der bereits beschriebenen Minderbelüftung der Lunge (Hypopnoe bzw. alveoläre Hypoventilation) und/oder kurzzeitigen Atemstillständen. Infolge der verringerten Atmung sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut, der Kohlenstoffdioxidgehalt steigt an. Das hat zur Folge, dass Betroffene häufiger aufwachen in der Nacht (wiederholten Weckreaktionen - Arousals).  Die Verengung zeigt sich bei vielen Betroffenen auch in einem (lauten) Schnarchgeräusch. Bei Schnarchern (Rhonchopathie) mit starker Tagesmüdigkeit besteht daher der begründete Verdacht auf OSAS.

Wissenswert

Die Anzahl der Apnoen und Hypopnoen pro Stunde wird als Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) angegeben. Die Häufigkeit (Prävalenz) des Schlafapnoe-Syndroms mit einem AHI von mehr als 15 beträgt nach neueren Studien 9 Prozent bei Männern und 4 Prozent bei Frauen. Da eine OSAS oft zusammen mit zentralen Atemregulationsstörungen auftritt, ist die gemischte Form ebenfalls nicht selten.

Im Allgemeinen kann davon ausgegangen werden, dass jeder Mensch eine Schlafapnoe entwickeln kann. Tatsächlich gibt es aber eine Reihe von Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit der Entstehung des Schlafapnoe Syndroms erheblich steigern. Zu diesen Risikofaktoren wählen zum Beispiel starkes Übergewicht (Andipositas), angeborene oder erworbene Behinderungen der Nasenatmung (zum Beispiel durch eine Nasenscheidewandverkrümmung) und vergrößerte/geschwollene Rachenmandeln.

Durch diese Faktoren wird vor allem das Einatmen schwieriger, was während des Schlafens eine Schlafapnoe zur Folge haben kann. Außerdem leiden eine Vielzahl der Menschen unter einer konstitutionellen, also einer durch ihre Verfassung hervorgerufenen, Erschlaffung der Rachenmuskulatur. Darüber hinaus zählen der Konsum von Schlafmitteln, Alkohol, Nikotin und andere Drogen zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung des Schlaf-Apnoe-Syndroms.

Auch die angeborene Form des Kopfes und der individuelle Gesichtstypus können eine Schlafapnoe begünstigen. So wurde festgestellt, dass Personen mit einem sogenannten dolichofazialen Gesichtstyp, welcher sich auszeichnet durch überproportional ausgebildete Unterkieferwinkel, besonders gefährdet sind. Grund dafür ist die Tatsache, dass der große Unterkieferwinkel zur Folge hat, dass die Muskulatur des Rachenraums weiter nach hinten an die Rachenhinterwand rutscht.

Darüber hinaus können auch angeborene Fehlbildungen und Fehlstellungen des Unterkiefers (zum Beispiel die Pierre-Robin-Sequenz), das Auftreten des Schlafapnoe-Syndroms triggern. Auch Vergrößerungen im Bereich der Weichteile (zum Beispiel der Zunge), die zum Beispiel durch Groß-/Hoch-Wuchs (Akromegalie) bedingt sind und Bindegewebskrankheiten wie das Marfan-Syndrom , gehören zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung der Schlafapnoe.

Eine weitere Unterform ist durch einen erhöhten Strömungswiderstand in den oberen Atemwegen gekennzeichnet (Upper Airway Resistance Syndrom, UARS). Hierbei ist die Muskelgrundspannung (Tonus) noch ausreichend hoch, um einen Teil des Lumens der Atemwege offenzuhalten. Es kommt dennoch zu einer Zunahme der Atemanstrengung, allerdings nicht zu einem bedeutenden (signifikanten) Sauerstoffabfall. Die vermehrten Weckreaktionen (Arousals) treten hier trotzdem auf.

Die reine Zentrale Schlafapnoe-Syndrom (ZSAS) ist selten. Dabei kommt es durch Schäden im zentralen Nervensystem (ZNS), besonders im Atemzentrum, zu einer fehlerhaften Steuerung der Atemmuskulatur – das Gehirn „vergisst“ quasi zu atmen. Diese Form der Apnoe ist meistens erblich bedingt. Weitere Gründe können aber beispielsweise auch die Schädigung verschiedener Nerven sein.

Bei Säuglingen und Kleinkindern tritt das Schlafapnoe-Syndrom nur selten auf. Jedoch kann es schon bei einmaligem Auftreten zu einer lebensbedrohlichen Situation führen. Am häufigsten tritt das Syndrom bei Frühgeborenen oder bei schwierigen Geburten auf. Als Ursache wird vermutet, dass das Gehirn die Atem-Signale noch nicht vollständig an die Lunge überträgt.

Die Betroffenen werden mit einem Apnoe-Monitor überwacht, der die Atmungen des Kindes aufzeichnet. Dabei werden alle Atemaussetzer aufgezeichnet und ab einer gewissen Dauer ein Alarm ausgelöst. Bei älteren Kindern treten häufiger Atemunregelmäßigkeiten auf. Diese sind in der Regel kurz und nicht lebensbedrohlich. Häufig sind Polypen oder vergrößerte Rachenmandeln verantwortlich.

Was sind die Symptome einer Schlafapnoe?

Symptome im Überblick

Hier erkennt man auch den deutlichen Unterschied zu einer harmlosen Erkältung :

  • Lautes Schnarchen
  • Atempausen während des Schlafs

Klassisches Symptom einer Schlafapnoe ist ein lautes Schnarchen, das durch Atempausen unterbrochen wird. Das führt zu Durchschlafstörungen. Dieses hat zur Folge, dass die Patienten am Tag sehr oft müde sind, was zu einer Einschlafneigung am Tag führt. Wenig Schlaf führt zu Kopfschmerzen , die ein Risiko für vermehrte Migräneattacken darstellt. Wenig Schlaf führt einer depressiven Verstimmung und kann einen hohen Blutdruck verursachen. Eins der ersten Symptome ist eine erektile Dysfunktion. Wenig Schlaf führt natürlich zu Konzentrationsstörungen und führt zu vermehrten Problemen auf der Arbeit, mit Veränderungen der Persönlichkeit.

Wie wird die Schlafapnoe diagnostiziert?

Untersuchungen bei Schlafapnoe

Die Diagnostik bei dem Verdacht auf ein Schlafapnoe-Syndrom gliedert sich in der Regel in verschiedene Schritte:

Im Rahmen des Arzt-Patienten Gesprächs stellt das Schlafverhalten des Betroffenen natürlich einen wichtigen Bestandteil des Gesprächs dar. Häufig erleben die Betroffenen aber nur die indirekten Anzeichen bzw. die Folgen der Erkrankung. Dieses betrifft das Sexualverhalten (Erektionsstörung ) und die Müdigkeit (Konzentrationsfähigkeit). Ein Gespräch enthält daher häufig auch eine sogenannte Fremdanamnese. Dabei wird nicht der Betroffene selbst gefragt, sondern sein Umfeld. Der Partner kann häufig viel über das Schlafverhalten des Anderen sagen. Häufig führt die Erkrankung auch zu Beziehungsproblemen, eben weil der Schlaf des Partners permanent gestört wird oder auch durch die unerfüllte Sexualität. Eine soziale Anamnese, kann daher auch Teil des Gespräches sein, um den Leidensdruck des Betroffenen besser einschätzen zu können.

Darüber hinaus gibt es den sogenannten STOP-BANG-Fragebogen. Dabei handelt es sich um einen kurzen Fragebogen mit allgemeinen Fragen, die das Schlafverhalten inkludieren.

Bei der körperlichen Untersuchung können andere organische Ursachen ausgeschlossen werden. Übergewicht als Faktor für ein wahrscheinlicheres Vorliegen eines Schlafapnoe-Syndroms kann im Rahmen dieser Untersuchung auch festgestellt werden. Ferner sollte der Blutdruck gemessen werden, um einen Bluthochdruck ausschließen zu können.

HNO-Ärzte können Patienten auf anatomischen Auffälligkeiten in der Mundhöhle und im Nasen-Rachen-Bereich – zum Beispiel Bissauffälligkeiten (Stellung der Kiefer zueinander), Verkrümmungen der Nasenscheidewand oder Nasen- und Rachen-Polypen untersuchen.

Gelegentlich wird auch eine Untersuchung im Schlaflabor notwendig. Hier wird in der Regel 2 Nächte lang der Schlaf medizinische überwacht und analysiert. Die durchgeführte Untersuchung trägt den Namen Polysomnografie. Dabei werden Schlafverhalten (zum Besipiel Bewegungen und Wachphasen), Atmung im Schlaf, Herzfrequenz und weitere Faktoren beobachtet und ausgewertet.

Unter Umständen sind zusätzlich Schläfrigkeit-Untersuchungen notwendig. Beim Multiplen Schlaflatenztest (MSLT) beispielsweise muss der Patient mehrmals am Tag im Abstand von 2 Stunden einen etwa 20-minütigen Kurzschlaf halten. Der Test erfasst die Einschlafneigung und den Grad der Tagesmüdigkeit. Die Auswertung erfolgt dann ärztlich.

Therapie bei Schlafapnoe

Die Wahl der am besten geeigneten Therapie bei Personen, die am Schlafapnoe-Syndrom leiden, richtet sich nach mehreren Faktoren. Im Allgemeinen gibt es einige Therapieoptionen, die als besonders effektiv gelten.

Vielen der Betroffenen hilft die Anwendung eines Beatmungsgeräts mit Gesichtsmaske (CPAP). Besonders geeignet ist diese Maske für den Schlaf bei einem mittel- bis schwergradigen obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom. Eine sogenannte Bissschiene, die die Lage der Kiefer zueinander verändern und auf diese Weise mehr Platz im Rachen schaffen, kann ebenfalls dabei helfen, das Schlafapnoe-Syndrom in den Griff zu bekommen.

Außerdem gibt es Schienen, die die Zunge daran hindern sollen, tiefer in Richtung Rachen zu rutschen. Je nach Ausmaß des Syndroms kann aber auch eine Sauerstoffbehandlung notwendig werden.

Wenn vergrößerte Rachenmandeln die Ursache für das Syndrom sind, können diese operativ entfernt werden. Darüber hinaus kann eine sogenannte Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP), also die Entfernung von Gewebe im Nasen-Rachen-Raum, besonders zielführend sein.

Eine medikamentöse Therapie wurde bisher nicht gefunden. Auch die Wirkung von nasalen Hilfsmitteln wie Nasenklemmen ist nicht belegt.

Wissenswert

Da Schlafen in Rückenlage eher zur Einengung des Nasen-Rachen-Raumes führt, ist Schlafen in Seitenlage für viele Betroffene sehr hilfreich. Wichtig, ganz besonders bei Seitenschlaf, ist eine geeignete Matratze und Kissen. Dafür sollte man sich fachkundig beraten lassen.

Wie ist die Prognose einer Schlafapnoe?

Schnarchen (Rhonchopathie) allein und auch gelegentliche, kurze Atemaussetzer sind nicht gesundheitsschädlich. Dennoch sollte die Schlafapnoe aufgrund der Folgen unbedingt ärztlich behandelt werden. Die dauernde Übermüdung und der daraus resultierende Schlafzwang tagsüber steigert das Unfallrisiko stark. Außerdem ist die Lebensqualität durch den nicht erholsamen Schlaf, die fehlende Regeneration und das ständige müde sein deutlich reduziert.

Das betrifft oft auch die Partner von Betroffenen, die vom lauten Schnarchen ebenfalls an gestörtem Nachtschlaf leiden. Außerdem steht die Erkrankung im Zusammenhang mit Bluthochdruck , Herzschwäche (Herzinsuffizienz ), Erkrankungen/ Verengungen der Blutgefäße des Herzens (Koronare Herzkrankheit ) und Herzrhythmusstörungen (zum Beispiel Vorhofflimmern).

Darüber hinaus bestehen Zusammenhänge zu Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie ), der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus , Nierenschwäche (Niereninsuffizienz ) und Arteriosklerose . Schwere Schlafapnoe kann trotz Therapie einen Grad der Behinderung (GdB) von 30 bis 40 bedeuten. Dieser führt zu einem Feststellungsbescheid der Behinderung, nicht aber zur Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises.

Achtung

Das Schlafapnoe-Syndrom ist allgemein mit einer erhöhten Sterblichkeit verbunden. Bei Menschen mit Demenz ist die Behandlung einer Schlafapnoe auch deshalb wichtig, weil durch die Schlafapnoe der geistige Abbau beschleunigt werden kann.

Wie kann man einer Schlafapnoe vorbeugen?

Eine gute Schlafhygiene ist besonders wichtig. Dazu zählen Schlafen in dunklen, kühlen und ruhigen Räumen sowie abendliche Rituale wie Trinken beruhigender Kräutertees vor dem Schlafengehen. Fußbäder und Kräuter können ebenso schlaffördernd wirken. Solche Kräuter sind beispielsweise Baldrian, Melisse, Hopfen oder Lavendel.

Hinweis

Die Reduktion des Körpergewichts bei Übergewichtigen kann stark zur Linderung der Beschwerden beitragen. Alkohol sollte gemieden werden. Auch auf Schlaf- und Beruhigungsmittel sollte nach Möglichkeit verzichtet werden, da diese Medikamente nachweislich die Atmung dämpfen.

Alternativmedizinische Behandlungsmöglichkeiten und Haushaltsmittel bei einer Schlafapnoe

Seit einiger Zeit gibt es außerdem Geräte zur Atemanalyse im Schlaf für zu Hause. Die Aufzeichnungen ähneln denen im Schlaflabor, es sind aber wenig bzw. kleinere Messinstrumente notwendig.

Empfehlungen zur Nachsorge bei einer Schlafapnoe

Es gibt keine festen Vorgaben zur Nachsorge bei Schlafapnoe-Syndrom.

Zusammenfassung

Die Schlafapnoe, auch Schlafapnoe-Syndrom genannt, ist eine schlafbezogene Atmungsstörung. Es kommt dabei zu sogenannten Atemregulationsstörungen mit einer Minderbelüftung der Lunge (Hypopnoe bzw. alveoläre Hypoventilation) und/oder kurzzeitigen Atemstillständen.

Da die Erkrankung zu schwerwiegenden Folgen für den Körper und das Umfeld der Betroffenen führen kann, sollte ein Schlafapnoe-Syndrom unbedingt ärztlich behandelt werden. Anderenfalls ist auch die Sterblichkeit dieser Patienten nachweislich erhöht.

Häufig gestellte Patientenfragen, beantwortet

Die Schlaf-Apnoe wird oft durch HNO-Ärzte (Hals-Nasen-Ohren-Ärzte) behandelt. Im Rahmen der Behandlung können aber weiter Fach-Bereiche eine wichtige Rolle spielen, wie beispielsweise die Neurologie (Nerven-Heilkunde).

Es kann zu stakren gesundheitlichen Einschränkungen und einer erhöhten Sterblichkeit kommen, wenn man die Erkrankung nicht behndeln lässt. Außerdem ist das Unfall-Risiko stark erhöht und oft kommt es zu schwerwiegenden Balstungen von Partnerschaften und auch zur gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Partner, wenn diese beispielsweise auch dauerhaft in ihrem Nacht-Schlaf gesört werden.

Prinzipiell kann man mit Schlaf-Apnoe arbeiten. Vermieden werden sollten Arbeiten mit erhöhter Unfall-Gefahr, wie Beispielsweise Bedienung von schwerem Gerät, Fliegen oder ähnlichen bei denen sekunden-Schlaf zu schweren Zwischen-Fällen führen könnte. Wird die Schlaf-Apnoe entsprechend behandelt, können die Einschränkungen kleiner sein. Schwere Schlaf-Apnoe kann trotz Therapie einen Grad der Behinderung (GdB) von 30 bis 40 bedeuten. Dieser führt zu einem Feststellungs-Bescheid der Behinderung, nicht aber zur Ausstellung eines Schwerbehinderten-Ausweises.

Die Schlaf-Apnoe erhöht im Allgemeinen die Sterblichkeit, da sie zu ernsten "Nebenwirkungen" bzw. Folgen führen kann.

Schlafapnoe Karteikarte

Erkrankung zusammengefasst

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Schlafapnoe

Schlafapnoe-Syndrom

Epidemiologie

  • ca. 2 bis 3% der erwachsenen Bevölkerung betroffen

Risikofaktoren

  • Adipositas
  • Erschlaffung der Rachenmuskulatur
  • Polypen
  • Nasenscheidewandverkrümmung
  • Vergrösserte Rachenmandeln
  • Männliches Geschlecht
  • Schwangerschaft
  • Schlafmittel
  • Alkohol
  • Rauchen
  • Dolichofazialer Gesichtstyp
  • Angeborene Fehlbildungen und Fehlstellungen des Unterkiefers
  • Vergrösserung der Weichteile

Ursachen

  • Störungen im zentralen Nervensystem (ZNS)
  • Beeinträchtigung der Steuerung der Atemmuskulatur

Symptome

  • Schnarchen
  • Atemaussetzer im Schlaf
  • Tagesschläfrigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsschwäche

Komplikationen

  • Bluthochdruck
  • Herzschwäche
  • koronare Herzkrankheit
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Herzrhythmusstörungen
  • plötzlicher Herztod
  • Hirnschäden
  • Depressionen

Diagnose

  • Anamnese
    • Schnarchen sie?
    • Haben sie Atemaussetzer wenn sie schlafen?
    • Sind sie tagsüber sehr müde?
    • Haben sie häufig Kopfschmerzen?
    • Haben sie Probleme damit sich zu konzentrieren?
  • Körperliche Untersuchung
    • HNO-Untersuchung: Suche nach anatomischen Auffälligkeiten in der Mundhöhle und im Nasen-Rachen-Bereich
    • Ermittlung der Vitalwerte, Gewicht und Größe
  • Polysomnografie
    • Untersuchung und Messung verschiedener Parameter im Schlaf

Therapie

  • Operation
  • Konservative Behandlung
  • Lebensstiländerung

Prognose

  • wirkt sich enorm auf die Schlafqualität aus
  • kann ernste Folgen haben

Begriffe

Herzinsuffizienz

Herzschwäche beschreibt den Zustand, bei dem das Herzen nicht mehr seine volle Leistung erbringen kann. Dies ist meist Folge einer zugrundeliegenden Herz- oder Lungenerkrankung und äußert sich in Luftnot, Abgeschlagenheit und Wassereinlagerungen.
Bluthochdruck, auch als "arterielle Hypertonie" bezeichnet, ist die häufigste internistische Erkrankung der Welt, betrifft ca. die Hälfte aller über 50-Jährigen und hat Rauchen, Diabetes, Stress, Adipositas und ein erhöhtes Alter als Risikofaktoren.
Die pulmonale Hypertonie oder Lungenhochdruck beschreibt einen krankhaften Zustand, bei dem der Druck im Lungenkreislauf, also hinter dem rechten Herzen, ansteigt.
Jeder Mensch ist hin und wieder von Müdigkeit betroffen. Dabei besteht auch erstmal kein Grund zur Sorge, denn besonders in stressigen Lebensphasen kommt die Nachtruhe bei einer Vielzahl der Menschen zu kurz.
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Eine Erkältung stellt einen grippalen Infekt der oberen Atemwege dar. Sie äußert sich meist in Form von Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden oder leichtem Fieber.
Herzrhythmusstörungen liegen dann vor, wenn das Herz verhältnismäßig zu langsam, zu schnell oder unregelmäßig (Arrhythmie) schlägt.
Unter dem Begriff Diabetes mellitus versteht man eine Erkrankung, die durch eine Störung des Zuckerstoffwechsels hervorgerufen wird. Betroffene Personen weisen einen mitunter deutlich erhöhten Blutzuckerspiegel auf, der langfristig die Entstehung einer Reihe von Folgeerkrankungen triggern kann.
Die Koronare Herzkrankheit, kurz KHK, ist eine Erkrankung des Herzens, die zu weiteren schweren Erkrankungen wie Herzmuskelschwäche oder Herzinfarkt führen kann. Die Wände der Arterien, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, verfetten, verkalken und verdicken so, dass der Blutstrom behindert oder sogar unterbrochen wird.
Das Marfan-Syndrom ist eine genetisch-bedingte Bindegewebserkrankung, die mit einer vermehrten Elastizität des Bindegewebes einhergeht. Sie wird autosomal-dominant vererbt oder entsteht seltener durch Neumutationen.
Atherosklerose bezeichnet die Verhärtung von Gefäßen, aufgrund fetthaltiger Substanzen, in der Regel Cholesterin, wobei Arteriosklerose speziell die Verhärtung von Arterien meint.
Die Demenz ist eine häufige Erkrankung des Alters, die vor allem bei über 65-Jährigen auftritt. Sie ist definiert durch den Abbau von höheren Hirn-Funktionen in Kombination mit dem Verlust von Alltagskompetenzen.
Bei einer Niereninsuffizienz oder auch bei einer Nierenschädigung, nimmt die Filter-Leistung der Niere ab. Man unterscheidet zudem die akute Nierenschädigung von der chronischen Niereninsuffizienz.

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