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Höhenkrankheit

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren einer Höhenkrankheit?

Mit Zunahme der Höhenmeter nehmen der Luftdruck ab und damit auch der Druck jedes einzelnen, in der Luft enthaltenden Gases (das ist der sogenannte Partialdruck).

Ein für den Menschen sehr wichtiges Gas der Luft ist der Sauerstoff, der im Körper überlebenswichtige Aufgaben hat. Der Partialdruck des Sauerstoffs (also dem Druck des Gases Sauerstoff in der Luft) hängt proportional mit der Sauerstoffmenge im Blut zusammen. Somit bestimmt der Luftdruck den Gehalt an Sauerstoff in unserem Blut.

Eine Höhenkrankheit entsteht, wenn die Sauerstoffmenge in unserem Blut zu gering ist und wenn der Körper nicht ausreichend Zeit hat, sich an den niedrigen Sauerstoffgehalt zu gewöhnen. Das bedeutet also, dass die Höhenkrankheit bei Menschen entsteht, die sich ohne Akklimatisierung zu schnell in große Höhen begeben.

Hinweis

Dabei kann sich die Höhenkrankheit jederzeit zwischen mehreren Stunden und 5 Tagen nach dem Aufstieg in große Höhen entwickeln.

Akute Mechanismen zur Gegensteuerung bei Sauerstoffmangel:

Der Körper versucht mit akuten Mechanismen den geringeren Sauerstoffgehalt im Blut zu kompensieren. Akute Mechanismen zur Gegensteuerung bei Sauerstoffmangel:

Hyperventilation, das bedeutet eine schnellere Atmung: Wenn der Körper merkt, dass zu wenig Sauerstoff im Blut ist, reagiert er mit einer beschleunigten Atmung. Das Ziel ist es, so eine größere Menge an Sauerstoff über die Lunge in das Blut zu transportieren, da in der gleichen Zeitperiode mehr Luft eingeatmet wird.

Durch den Herzschlag wird das Blut durch den Körper gepumpt. Die Zellen des Körpers können den Sauerstoff, den sie zum Überleben brauchen, aus dem Blut aufnehmen. Ist der Sauerstoffgehalt im Blut niedriger als gewöhnlich, kommt mit jedem Schlag des Herzens auch weniger Sauerstoff im Körper an. Um diesen Sauerstoffmangel zu kompensieren, beginnt das Herz öfter zu schlagen. Somit wird in der gleichen Zeiteinheit mehr Blut durch den Körper gepumpt.

Trotz dieser akuten Kompensationsmechanismen, kann der Körper die Sauerstoffversorgung nicht im gleichen Maße aufrechterhalten. Somit kommt es ohne Akklimatisierung zum Sauerstoffmangel.

Durch den Sauerstoffmangel, wird dann die Höhenkrankheit ausgelöst. Da besonders das Gehirn sehr sensibel auf Sauerstoffmangel reagiert und den höchsten Sauerstoffbedarf hat, sind die Symptome vor allem das Gehirn und Nervensystem betreffend. Als Grund für die Symptome der Höhenkrankheit wird eine Funktionsstörung der Blutgefäße durch den Sauerstoffmangel angenommen.

  • Kopfschmerzen sind das Hauptsymptom der Höhenkrankheit und entstehen weil die Blutgefäße im Gehirn bei Sauerstoffmangel weit gestellt werden. Appetitlosigkeit , Übelkeit und Erbrechen oder Schwindel sind weiter Symptome die durch die Gefäßerweiterung im Hirn entstehen. Im schlimmsten Fall kann ein Hirnödem entstehen, das bedeutet, dass das Gehirn anschwillt. Dieses kann tödlich verlaufen.
  • In der Lunge kommt es im Unterschied dazu zu einer Verengung der Gefäße, ein zu hoher Blutdruck in der Lunge ist die Folge. Dadurch kann es in weitere Folge zu einer Belastung des Herzens kommen. Ein Lungenödem ist eine weitere mögliche Ausprägung der Höhenkrankheit.

Der genaue Mechanismus der Entstehung des Lungenödems ist jedoch nicht geklärt. Eine große Rolle in der Entstehung des Lungenödems spielt der Anstieg des Blutdrucks in den Gefäßen der Lunge. Jedoch entwickeln nicht alle PatientInnen, die einen erhöhten Blutdruck in den Lungengefäßen haben, einen Lungenödem. Das weist darauf hin, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen.

Risikofaktoren einer Höhenkrankheit:

In Lagen unter 2500 Höhenmetern ist das Auftreten der Höhenkrankheit selten. Ohne Akklimatisierung und einem Aufstieg auf über 3000 Meter kommt es bei 75% der Menschen zu Symptomen der Höhenkrankheit.

Bei der Entwicklung einer Höhenkrankheit ist insbesondere dabei die Übernachtungshöhe von Bedeutung. Im Schlaf ist die Atemfrequenz typischerweise niedriger, dadurch ist das Risiko für die Entwicklung einer Höhenkrankheit erhöht. Die Symptome werden aber oft erst beim Aufwachen bemerkt.

Je schneller desto größer das Risiko.

Intensive körperliche Anstrengung kann die Höhenkrankheit begünstigen oder verstärken

Verschieden Erkrankungen erhöhen das Risiko ein Höhenkrankheit zu entwickeln. Dazu zählen:

  • Anämie (Blutarmut): Da bei der Anämie zu wenige rote Blutkörperchen im Körper sind, ist die Sauerstofftransportkapazität des Blutes ohnehin eingeschränkt. Somit ist der Körper noch anfälliger für einen Sauerstoffmangel in großen Höhen.
  • Lungenerkrankungen: Da die Lunge für die Sauerstoffaufnahme aus der Luft in das Blut verantwortlich ist, kann die Sauerstoffversorgung bei Lungenerkrankungen herabgesetzt sein.
  • Individuelle Anfälligkeit: Das Risiko ein Höhenkrankheit zu entwickelt ist individuell und von Mensch zu Mensch verschieden.

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Grundsätzlich kann man 3 verschiedene Krankheitsbilder der Höhenkrankheit unterschieden. Man spricht von der akuten Bergkrankheit (ABK), dem Höhenhirnödem (HHÖ) und dem Höhenlungenödem (HLÖ).

Akute Bergkrankheit:

Die ABK beginnt meist nach 4 bis 12 Stunden bei eine Aufenthalt über 2500 Höhenmetern. Die ABK ist meistens am Tag nach der ersten Nacht in einer neuen, größeren Höhe am stärksten. Symptome sind:

  • Kopfschmerzen: Kopfschmerzen sind das Hauptsymptom der Höhenkrankheit.
  • Krankheitsgefühl
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schwindel
  • Schlafstörungen

Wissenswert

Im Blut kann eine Reduktion des Sauerstoffgehaltes (reduzierte Sauerstoffsättigung und reduzierter Sauerstoffpartialdruck) nachgewiesen werden. Eine Schwellung des Gehirns kann nicht nachgewiesen werden.

Höhenhirnödem:

Das HHÖ ist meist ein Folgezustand der ABK, jedoch schließt die Abwesenheit von Symptomen der ABK ein Höhenhirnödem nicht aus. Das Fortschreiten von Symptomen der ABK, das Nichtansprechen von Schmerzmitteln oder zunehmende Abgeschlagenheit können auf ein Fortschreiten der ABK in ein HHÖ hindeuten.

Das HHÖ kommt fast immer erst nach einem mindestens 48-stündigen Aufenthalt in Höhen von über 4000 Höhenmetern vor. Unbehandelt führt das HHÖ zum Tod, manchmal auch schon innerhalb von 24 Stunden. Es handelt sich also um einen Notfall.

Symptome des HHÖ sind:

  • Rumpfataxie (Unfähigkeit, ohne Hilfsmittel gerade zu sitzen), Standataxie (Unfähigkeit, ohne Hilfsmittel zu stehen) und Gehunfähigkeit
  • Bewusstseinsstörungen
  • Koma
  • Fieber

Der Sauerstoffgehalte des Blutes ist stark reduziert. Im einer MRT Untersuchung (Magnetresonanztomographie) des Kopfs zeigt sich eine Schwellung des Gehirns.

Höhenlungenödem:

Zum HLÖ kommt es meist nach einem sehr schnellen Aufstieg in Höhen von über 4000 Höhenmeter. Das HLÖ beginnt mit Luftnot, Husten und Leistungsminderung, wird keine entsprechende Behandlung eingeleitet und keine Höhenminderung vorgenommen kommt es zum Fortschreiten der Symptome.

Mögliche Symptome beim HLÖ:

  • Luftnot
  • Trockener Husten
  • Leistungsverlust
  • Engegefühl der Brust
  • Blutiger Auswurf
  • Zyanose (Blaufärbung von Haut und Schleimhäuten aufgrund eines reduzierten Sauerstoffgehaltes im Blut)
  • Rasselnde Atmung

Wie wird die Höhenkrankheit diagnostiziert?

Die Diagnose der Höhenkrankheit ist in erster Linie eine klinische Diagnose, das bedeutet dass man anhand der Anamnese und der Symptome auf die Erkrankung schließen kann. Das Leitsymptom ist dabei der Kopfschmerz, der von anderen Symptomen begleitet sein kann.

Wichtig ist es auf schwerwiegende neurologische Symptome oder schwere Atemnot zu achten, da es sich beim HHÖ und dem HLÖ um medizinische Notfälle handelt.

Der Sauerstoffgehalt des Blutes ist bei der Höhenkrankheit reduziert, dies kann anhand von Blutuntersuchungen oder durch Messung der Sauerstoffsättigung mittels eines kleinen Gerätes diagnostiziert werden.

Beim Vorliegen eines HHÖ zeigt sich im MRT des Gehirns eine Schwellung.

Zur Diagnose des HLÖ können eine Röntgenaufnahmen oder CT (Computertomographie) Untersuchungen des Brustkorbs durchgeführt werden. In den aufgenommenen Bildern zeigt sich dann das Vorliegen eines Ödems, also einer Flüssigkeitsansammlung.

Mittels einer Echokardiographie (Herzultraschall Untersuchung) kann ein erhöhter Druck in den Gefäßen der Lunge nachgewiesen werden, ebenso in einer sogenannten Pulmonal-Katheter Untersuchung.

Hinweis

In dem Auswurf der Lunge (der sogenannten bronchoalveoläre Lavage) können Blutungen und im Verlauf auch manchmal eine Entzündung nachgewiesen werden.

Therapie bei Höhenkrankheit

Das wichtigste Ziel in der Therapie ist es, die Sauerstoffzufuhr zu erhöhen. Dies kann erreicht werden durch:

  • Abstieg: Bei Hinweisen für das Vorliegen eines HHÖ oder HLÖ muss sofort abgestiegen werden. Dabei ist ein Abstieg von mindestens 1000 Höhenmetern notwendig.
  • Sauerstoffzufuhr: Dies kann durch einen Sauerstofftank, einen Sauerstoffkonzentrator oder eine tragbare Überdruckkammer ermöglicht werden.

Folgende Therapien werden bei höhenkrankheit angewendet:

Bei leichten Symptomen einer ABK muss der weitere Aufstieg unbedingt vermieden werden und körperliche Schonung eingehalten werden. Unter diesen Umständen verschwinden die Symptome meist innerhalt von 24 -48 Stunden wieder, ein Abstieg ist nicht notwendig.

Schmerzmittel der Gruppe NSAR (sogenannte nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente) oder Paracetamol können zur Linderung der Kopfschmerzen eingenommen werden.

Antiemetika sind Medikamente, die zur Linderung von Übelkeit eingesetzt werden können.

Azetazolamid oder Dexamethason können eingesetzt werden, wenn die Symptome sehr stark sind, oder die symptomatischen Medikamente keine Linderung erbringen.

Azetazolamid ist ein Medikament dass zur Prophylaxe und zur Therapie der Höhenkrankheit eingesetzt wird. Durch Azetazolamid kommt es in der Niere zu einer vermehrten Ausscheidung von Bikarbonat. Die Folge ist dass der pH Wert im Körper sauer wird, der Körper reagiert mit einer Hyperventilation, also einer Erhöhung der Atemfrequenz und somit Erhöhung der Sauerstoffsättigung. Als Nebenwirkungen sind Kribbelempfindungen an den Fingern und Lippen zu nennen.

Wenn aber trotz Symptome ein weiterer Aufstieg durchgeführt wird, kann die ABK in einen lebensbedrohlichen Zustand mit HHÖ übergehen. Bevor man einen weiteren Aufstieg vornimmt, sollten die Symptome der ABK annähernd vollständig abgeklungen sein.

Beim Auftreten eines HHÖ ist ein sofortiger Abstieg notwendig.

Wenn der Abstieg aufgrund verschieden Gründe wie des Wetters, des Geländes oder anderer Faktoren nicht möglich ist, sollten den PatientInnen umgehend Sauerstoff zugeführt werden. Dies kann über einen Sauerstofftank oder einen Sauerstoffkonzentrator erfolgen, oder die PatientInnen müssen in eine tragbare Überdruckkammer gebracht werden.

Zusätzlich sollte Dexamethason verabreicht werden, bis die Person abgestiegen ist oder die Symptome vollständig abgeklungen sind.

PatientInnen mit HLÖ sollten in eine niedrigere Höhe absteigen. Falls das nicht möglich ist, müssen die PatientInnen ebenfalls mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt werden. Zusätzlich sollte dann ein Medikament verabreicht werden, dass die Gefäße der Lunge wieder weiter stellt. Dazu gehörten zum Beispiel Nifedipin oder Tadalafil.

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Akklimatisierung:

Das Ziel der Akklimatisierung ist es, die Höhenkrankheit zu verhindern. Der wichtigste Punkt zu ist der langsame Aufstieg und langsame Höhengewinn. Dabei wird der Körper schrittwiese an den niedrigen Sauerstoffpartialdruck gewöhnt. Durch verschieden Mechanismen des Körpers, kann anschließend ein geringerer Luftdruck toleriert werden. Der Grund liegt darin, dass durch diese Mechanismen die Menge an Sauerstoff, die pro Volumeneinheit Blut transportiert wird, nach Akklimatisierung höher ist, als im Tiefland. Durch die Akklimatisierung verbessert sich die Leistungsfähigkeit. Bei gleicher körperlicher Belastung sinkt die Herzfrequenz, das Gefühl der Atemnot und Belastungsempfinden.

Folgende Mechanismen werden durch Akklimatisierung ausgelöst:

  • Hyperventilation: Durch Erhöhung der Atemfrequenz wird wie oben beschrieben, mehr Sauerstoff pro Zeiteinheit aufgenommen. Dadurch wird der Sauerstoffgehalt im Blut erhöht.
  • EPO: Wenn weniger Sauerstoff im Blut ist, wird die Niere stimuliert ein Hormon namens EPO (Erythropoetin) auszuschütten. EPO führt dazu, dass mehr rote Blutkörperchen (diese binden den Sauerstoff im Blut) gebildet werden, und somit die Anzahl der roten Blutkörperchen im Blut steigt. Damit steigt auch die Menge an Sauerstoff, die in der Lunge von den roten Blutkörperchen aufgenommen werden kann.
  • 2,3-Bisphosphoglycerat: Zusätzlich wird in den roten Blutkörperchen wird eine Substanz namens 2,3-Bisphosphoglycerat vermehrt produziert, diese führt dazu dass die Abgabe von Sauerstoff an das Gewebe erleichtert wird.

Empfehlung:

  • Bei Anfälligkeit für ABK: Steigerung der Übernachtungshöhe oberhalb von 2500 m um maximal 400–500 Meter pro Tag
  • Bei Anfälligkeit für ein HHÖ oder HLÖ: Steigerung der Übernachtungshöhe oberhalb von 2500 Höhenmetern um maximal 300–350 Meter pro Tag
  • Wird ein Aufstieg auf Höhen > 4000 Meter angestrebt ist ein mehrtägiger Anstieg empfehlenswert.
  • Als Alternative zum mehrtägigen Aufstieg in sehr hohe Höhen kann eine „Vor-Akklimatisierung“ in mittleren Höhen durchgeführt werden. Zum Beispiel kann vor einem Aufenthalt im Himalaya mit einem geplanten, schnellen Aufstieg, eine „Vor-Akklimatisierung“ in den Alpen mit Übernachtungen in möglichst hohen Regionen hilfreich sein.
  • Zusätzlich wird die Vermeidung von Bewegung und Alkohol in den ersten 48 Stunden bis zur Akklimatisierung empfohlen, da sie das Risiko von Symptomen ebenfalls minimieren kann.

Achtung

Nicht ausreichend sind kürzere Aufenthalte in Hypoxie, da diese nicht ausreichen, um bei einem raschen Aufstieg in hohe Lagen von über 4000 Höhenmeter vor der Höhenkrankheiten zu schützen.

Medikamentöse Prophylaxe:

Die Einnahme von Medikamenten zur Verhinderung der Höhenkrankheit sollte erwogen werden, wenn eine Anfälligkeit für die Höhenkrankheit bekannt ist oder wenn es keine Möglichkeit zu einem langsamen Aufstieg gibt und in dem Fall auch keine „Vor-Akklimatisierung“ durchgeführt werden kann.

Azetazolamid:

Wie auch zur Therapie kann Azetazolamid zur Prophylaxe verwendet werden.

Dexamethason:

Da dieses Medikament aber viele Nebenwirkungen hat, ist es nur dann empfohlen wenn Azetazolamid nicht vertragen wird.

Lungen-Blutdrucksenker: Zur Prophylaxe eines HLÖ können Medikamente eingesetzt werden, die den Blutdruck in der Lunge senken.

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ABK:

Wenn kein weiterer Aufstiegt durchgeführt wird und körperlich Schonung eingehalten wird, verschwinden die Symptome meist innerhalt von 24 -48 Stunden. Wenn aber trotz Symptome weiterer aufgestiegen wird, kann die ABK in einen lebensbedrohlichen Zustand mit HHÖ übergehen.

HHÖ:

Das HHÖ ist ohne adäquate Therapie tödlich. Durch die Schwellung des Gehirns wird der Hirnstamm (Teil des Gehirns der für lebenswichtige Funktionen zuständig ist) eingeklemmt und ist dadurch nicht mehr funktionsfähig. Wird ein HHÖ überlegt, können Folgeschäden wie Gedächtnis- und Gangdefizite zurückbleiben, die monatelang anhalten können.

HLÖ:

Das HLÖ kann ebenso tödlich verlaufen, daher bedarf es ebenso einem sofortigen Handeln.

Zusammenfassung

Die Höhenkrankheit tritt auf, wenn zu wenig Sauerstoff in der Luft und somit im Körper ist, und der Körper nicht genügend Zeit hat, sich anzupassen. Man unterscheidet drei Krankheitsbilder, die akute Bergkrankheit (ABK), das Höhenhirnödem (HHÖ) und das Höhenlungenödem (HLÖ). Das Leitsymptom der ABK ist der Kopfschmerz, beim HHÖ kommt es zusätzlich zu Bewusstseins- und Gangstörungen, das HLÖ ist geprägt von Luftnot, Husten , Leistungsminderung und Auswurf.

Um die Höhenkrankheit zu vermeiden, ist eine Akklimatisierung notwendig und empfohlen, da die Höhenkrankheit sehr bedrohlich sein kann und tödlich enden kann.

Häufig gestellte Patientenfragen, beantwortet

Da sich das Atemmusters während des Schlafs verändert und die Atemfrequenz in der Nacht langsam ist, ist das Risiko eine Höhenkrankheit zu entwickeln im Schlaf höher.

Daher ist die Höhe, in der man schläft, für das Risiko einer Höhenkrankheit zu entwickeln wichtiger als die während des Tages maximal erreichte Höhe.

Besteht eine Anfälligkeit für eine ABK ist eine Steigerung der Übernachtungshöhe oberhalb von 2500 Höhenmeter um maximal 400–500 Meter pro Tag empfohlen. Es gilt immer, sobald Symptome auftreten ist auf einen weiteren Aufstieg zu verzichten, bis die Symptome wieder verschwunden sind.

Höhenkrankheit Karteikarte

Erkrankung zusammengefasst

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Höhenkrankheit

Betroffene

Organe(e):

Lunge
Herz
Gehirn

Risikofaktoren

  • schneller Höhenaufstueg

Ursachen

  • Anpassungsstörung durch verminderten 02 Gehalt und Höhendruck

Symptome

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Gangstörungen

Komplikationen

  • Höhenlungenödeme
  • Höhenhirnödeme

Diagnose

  • Anamnese
    • Leiden sie an Kopfschmerzen wenn sie sich in der Höhe befinden?
    • Ist ihnen übel wenn sie sich in der Höhe befinden?
    • Ist ihnen schwindelig wenn sie sich in der Höhe befinden?
    • Haben sie Probleme gerade zu Laufen?
  • Blutgasanalyse (BGA)
    • Sauerstoffmangel
  • Computertomografie
    • Bei Verdacht auf Ödembildung in Lunge oder Gehirn

Differenzial Diagnose

  • Migräne

Therapie

  • Konservative Behandlung
  • Medikamente
  • Sauerstoffgabe

Präventionsmaßnahmen

  • Akklimatisation

Prognose

  • Symptome verschwinden meist binnen ein bis zwei Tage
  • Risiko für das auftreten von Komplikationen

Begriffe

Anämie

Eine Anämie ist definitionsgemäß eine Erniedrigung des roten Blutfarbstoffs im Blut. Der Hauptbestandteil des roten Blutfarbstoffs ist das Hämoglobin.
Von Fieber spricht man immer dann, wenn die Körpertemperatur über das normale Maß hinaus erhöht ist. Normalerweise liegt die Körpertemperatur des Menschen zwischen 36,0 und 37,4 Grad Celsius.
Als Husten bezeichnet man die Reaktion des Körpers, auf eine Reizung des Rachens oder der Atemwege.
Beim Lungenödem handelt es sich nicht um eine konkrete Erkrankung, sondern vielmehr um die Beschreibung eines Zustandes, der von einer Vielzahl von Grunderkrankungen verursacht werden kann.
Schlafstörungen werden als selbst empfundene oder von anderen beobachtbare Beeinträchtigungen des normalen Schlafes hinsichtlich der Schlaftiefe und/oder der Schlafdauer mit daraus resultierenden Einschränkungen im Wachzustand (z.B. Leistungsminderung), definiert.
Wenn ein Mensch, unter Übelkeit (Nausea) und Erbrechen (Emesis) leidet, verspürt er in der Regel ein flaues Gefühl im Bereich des oberen Verdauungstrakts.

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