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Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren einer Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) stellt eine hochansteckende Infektionserkrankung dar, die durch Viren verursacht wird. Der Name der Erkrankung beschreibt die von Ausschlägen und Bläschen betroffenen Körperregionen. Auslöser der Erkrankung sind hauptsächlich Enteroviren der Gruppe A. Dazu zählen unter anderem Coxsackie-A-Viren oder das Enterovirus 71.

Enteroviren sind unbehüllte, umweltresistente RNA-Viren der Familie der Picornaviridae. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich von Mensch-zu-Mensch durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten (Bläschensekret, Speichel, Nasensekret) erkrankter Personen.

Weiter kann es zu einer Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Niesen oder Husten sowie zu einer Übertragung über kontaminierte Oberflächen kommen. Die Viren gelangen in den Körper und erreichen über die Lymphknoten die Blutbahn.

Hinweis

Vor allem Kinder unter zehn Jahren sind von der Hand-Fuß-Mund-Krankheit betroffen. In Ostasien, in den USA und teilweise in Europa (Ungarn, Bulgarien) tritt die Erkrankung in Form von Epidemien auf. Dort kann sie zu schweren Verläufen führen, die tödlich enden können. Sie kommt ganzjährig, jedoch gehäuft in Spätsommer und Herbst, vor.

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit verläuft in der Regel harmlos. Nur selten kommt es zu schweren Verläufen mit Entzündungen des Gehirns, des Herzmuskels oder der Lunge und zu Lähmungen. Zu den Risikogrippen zählen Menschen mit einem schwachen Immunsystem sowie Kinder unter zehn Jahren. Auch Erwachsene können sich infizieren. Bei ihnen kommt es jedoch vermehrt zu asymptomatischen Krankheitsverläufen.

Um der Hand-Fuß-Mund-Krankheit vorzubeugen, sollte auf ausreichende Hygiene geachtet werden. Dazu zählen vor allem regelmäßiges Händewaschen nach dem Toilettengang oder nach dem Wickeln sowie das Schälen von Obst und Gemüse.

Weiters sollte der Kontakt mit erkrankten Personen vermieden werden, da vor allem die Flüssigkeit aus den Bläschen hochansteckend ist. Besteck, Gläser oder Spielzeug sollten nicht geteilt werden, wenn eine Infektion bekannt ist. Die Erkrankung ist in Deutschland nicht meldepflichtig.

Infektion bei Hand-Fuß-Mund Krankheit

Es gibt eine Reihe von Krankheitserregern, die dazu in der Lage sind, die Hand-Fuß-Mund Krankheit hervorzurufen. In den meisten Fällen stecken sogenannte Enteroviren der Gruppe A (EV-A) hinter dem Krankheitsausbruch. Zu dieser Gruppe zählen zum Beispiel die Coxsackie Viren (A2-A8 und A10, A14,A16), Enteroviren und neuere Serotypen.

Von den Enteroviren sind es die Coxsackiviren, die vor allem für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit verantwortlich sind. Dabei spielen vor allem das Coxsackivirus A6 und A10 eine entscheidende Rolle. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Virenstämme kozirkulieren und gemeinsam zum Ausbruch der Infektion führen.

Unter dem Begriff Enteroviren versteht man besonders kleine, unbehüllte Viren, die RNA im Zellkern aufweisen. Enteroviren gehören zur Familie der Picornaviridae. Die Voraussetzung dafür, dass die viralen Erreger den Magen-Darm-Trakt passieren können, ist ein saurer pH-Wert von ungefähr 3. Enteroviren sind sehr widerstandsfähig und häufig resistent gegen Umwelteinflüsse.

Die Übertragung der Hand-Fuß-Mund-Krankheit erfolgt von Mensch zu Mensch. Dies geschieht vor allem über direkten Kontakt mit den Körperflüssigkeiten einer infizierten Person. Dabei spielen vor allem das Nasen- und Rachensekret, der Speichel und die Sekrete aus Bläschen eine entscheidende Rolle.

Eine Ansteckung ist jedoch auch über den Stuhl oder den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen möglich. In diesem Zusammenhang spricht man von einer sogenannten fäkal-oralen Übertragung. Innerhalb der ersten Tage der Erkrankung und der in diesem Zeitraum statt findenden Virusvermehrung im Bereich des Rachens, können die ursächlichen Viren auch durch Tröpfchen übertragen werden (Tröpfcheninfektion).

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten des Fiebers, liegt zwischen 3 bis 10 Tagen. In einigen Fällen kann sie aber auch bis zu 30 Tage andauern.

Was sind die Symptome einer Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Die Erkrankung geht meist ohne oder mit milden Symptomen einher. Je älter betroffene Personen sind, umso milder verläuft die Erkrankung in der Regel. Die Symptome einer Hand-Fuß-Mund-Krankheit präsentieren sich nach drei bis sechs Tagen in Form eines grippalen Infekts. Dazu zählen Fieber , Übelkeit, Halsschmerzen, Gliederschmerzen, allgemeines Unwohlsein oder Appetitlosigkeit .

Zusätzlich kommt es zu einer Bildung von Flecken und Bläschen im Bereich der Mundschleimhaut, der Zunge und des Zahnfleisches. Nach ein bis zwei Tagen bildet sich ein in der Regel nicht juckender Hautausschlag , der meist Hand- und Fußsohlen betrifft.

Im Verlauf der Erkrankung bilden sich Bläschen aus, die mit einer hochansteckenden Flüssigkeit gefüllt sein können. Neben den typischen Lokalisationen können auch andere Körperregionen von den Hautveränderungen betroffen sein. Insbesondere die Flüssigkeit in den Bläschen ist hochansteckend. Die Viren können noch Wochen nach Abklingen der Beschwerden im Stuhl ausgeschieden werden.

Manchmal kann es im Zuge der Hand-Fuß-Mund-Krankheit zu einem Ausfall der Nägel kommen. Dabei lösen sich Finger- oder Zehennägel ab, die jedoch nach Ausheilung der Erkrankung wieder nachwachsen.

In seltenen Fällen kommt es zu einem schweren Verlauf mit einer Entzündung der Hirnhäute oder des Gehirns oder einer Polio-ähnlichen Lähmung, beziehungsweise zu einer Atemlähmung. Neurologische Komplikationen können sich in Form von Gangstörungen, Zittern oder unwillkürlichem Muskelzucken äußern. Auch Herzmuskel- oder Lungenentzündungen können die Folgen einer Hand-Fuß-Mund-Krankheit sein.

Ansteckungsfähigkeit

Vor allem kurz nach dem Auftreten des für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit typischen Fiebers und Hautausschlages sind die betroffenen Personen besonders kontagiös. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn es zur Ulceration der Bläschen kommt.

Die ursächlichen viralen Erreger können aber auch nach dem Abklingen der Symptomatik über einen Zeitraum von mehreren Wochen mit dem Stuhl weiter ausgeschieden werden. Aus diesem Grund können die Patienten sehr lange infektiös sein.

Da der Anteil der asymptomatisch infizierten Personen (zumeist Erwachsene) sehr hoch ist, kann sich die Hand-Fuß-Mund-Krankheit besonders einfach verbreiten. Infizierte Personen geben die Viren an andere Menschen weiter, ohne überhaupt etwas von der Infektion wahrzunehmen.

Wie wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit diagnostiziert?

Die Diagnostik bei dem Verdacht auf das Vorliegen der Hand-Fuß-Mund-Krankheit gliedert sich in der Regel in verschiedene Schritte. Zu Beginn findet ein umfangreiches Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) statt. Dieses Gespräch wird bei minderjährigen Patienten natürlich gemeinsam mit den Eltern geführt.

Im Zuge dieses Gesprächs ist es besonders wichtig, die bei dem betroffenen Patienten vorliegenden Beschwerden so genau wie möglich zu beschreiben. Darüber hinaus sollten möglicherweise vorliegende Begleitsymptome benannt werden. Im Anschluss ist es die Aufgabe des Arztes diese Begleitsymptome zu bewerten und zu prüfen, ob sie mit der Verdachtsdiagnose Hand-, Mund- und Fuß-Krankheit in Zusammenhang stehen können oder ob die Zusammenschau aller bestehenden Beschwerden eher auf eine andere Erkrankung hindeutet.

Im Anschluss an das Arzt-Patienten-Gespräch erfolgt in der Regel eine orientierende körperliche Untersuchung. In diesem Fall konzentriert sich der Arzt vor allem auf die sichtbaren Hauterscheinungen an den Händen und den Füßen des Kindes. Außerdem wirft er einen Blick in den Mund, um auch die Schleimhäute auf sichtbare Blasen hin zu inspizieren.

Hinweis

Die eigentliche Diagnose der Hand-Fuß-Mund-Krankheit kann dann in der Regel klinisch mittels einer Blickdiagnose gestellt werden. Die Ausschläge und Bläschen an Händen, Füßen und im Bereich des Mundes sind ganz typisch für die Erkrankung.

Darüber hinaus kann das Virus mittels einer Polymerasekettenreaktion (PCR) aus Abstrichen oder Proben nachgewiesen werden. Nur bei unklarer Diagnose werden Laboruntersuchungen in Form von Blut- oder Stuhluntersuchungen durchgeführt.

Differenzialdiagnostisch sollte an eine Windpocken-Infektion gedacht werden, die sich mit ähnlichen Hautveränderungen präsentieren kann.

Therapie bei Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird symptomatisch behandelt. Fiebersenkende sowie schmerzstillende Medikamente können zu einer Linderung der Beschwerden eingesetzt werden. Wenn ein Kind an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit erkrankt ist, eignen sich dabei vor allem die Wirkstoffe Paracetamol und Ibuprofen . Letzteres kann unter dem Namen Nurofen in Form von Säften oder als Zäpfchen verordnet werden.

Wenn größere Kinder oder Erwachsene betroffen sind, können normale Tabletten eingenommen werden. Darüber hinaus können schmerzstillende Gels oder Tinkturen auf die Ausschläge und Bläschen aufgetragen werden. Um die Bläschen im Bereich des Mundes zu behandeln, kann der Arzt Tinkturen zum Spülen oder Auftupfen verordnen.

Die Bläschen im Mund sowie eine Schleimhautreizung können die Nahrungsaufnahme erschweren oder schmerzhaft machen. Auch das Kauen und Schlucken können erschwert sein. Viele der betroffenen Kinder stellen deshalb die Nahrungsaufnahme ein.

Bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist es aber auch nicht essenziell, dass betroffene Kinder im normalen Maße essen. Ein gesundes Kind kommt über ein paar Tage auch super mit weniger Nahrung zurecht. Deutlich problematischer wird es, wenn auch das Trinken abgelehnt wird.

Denn ohne eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann es schnell zu weitreichenden Problemen kommen. In diesem Fall ist es ratsam, das Kind in einer Klinik vorzustellen und gegebenenfalls dort stationär aufnehmen zu lassen. Auf diese Weise kann dem erkrankten Kind Flüssigkeit über die Vene zugeführt werden. Beim Essen sollte auf saure, scharfe oder heiße Nahrung und Getränke sollte deshalb in der akuten Krankheitsphase verzichtet werden.

Hinweis

Die Einnahme flüssiger Nahrung sowie lauwarmer oder kühler Speisen und Getränke kann dabei helfen, zusätzliche Schmerzen und Reizungen im Bereich des Mundes zu reduzieren. Trinkhalme können hilfreich sein, wenn die Flüssigkeitsaufnahme erschwert ist.

Nach Ausheilung der Erkrankung sind Betroffene gegen den spezifischen Auslöser der Hand-Fuß-Mund-Krankheit immun. Da es jedoch mehrere Subtypen der Enteroviren gibt, die eine Hand-Fuß-Mund-Krankheit auslösen können, sind mehrfache Infektionen möglich. Derzeit existiert kein Impfstoff gegen Enteroviren.

Wie ist die Prognose einer Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

In den meisten Fällen verläuft die Hand-Fuß-Mund-Krankheit asymptomatisch oder mild und stellt insgesamt eine harmlose Erkrankung dar. Es kommt in der Regel innerhalb von sieben bis zehn Tagen zu einer Heilung. Die vollständige Abheilung der Hautveränderungen kann noch einige Tage länger dauern. Es bilden sich infolge der Erkrankung Antikörper und Betroffene sind gegen den spezifischen Krankheitserreger immun.

Selten kommt es zu schweren Verläufen der Erkrankung, die zu Entzündungen im Bereich des Gehirns, der Lunge oder des Herzmuskels sowie zu Lähmungen führen können. Bei einem tödlichen Ausgang der Erkrankung stellen meist ein Lungenödem oder eine Stammhirnenzephalitis die Todesursachen dar.

Eine Infektion in der Schwangerschaft kann zu einer Ansteckung des Neugeborenen bei der Geburt führen. Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit verläuft bei Neugeborenen in der Regel mild und nur selten treten schwere Krankheitsverläufe auf.

Alternativmedizinische Behandlungsmöglichkeiten und Haushaltsmittel bei einer Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Hausmittel können eine Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen und konnten durch wissenschaftliche Studien nicht belegt werden. Nach Absprache mit dem behandelnden Arzt können ergänzend jedoch einige Maßnahmen helfen, die Symptome einer Hand-Fuß-Mund-Krankheit zu lindern.

Das kann zum Beispiel die Anwendung kühler Wadenwickel beim Auftreten von Fieber umfassen. Die Wickel können in lauwarmes oder kühles Wasser getaucht und auf der Haut belassen werden, bis sie Körpertemperatur angenommen haben.

Da durch die Reizungen der Mundschleimhaut das Kauen und Schlucken erschwert und schmerzhaft sein können, sollten vor allem flüssige Speisen konsumiert werden. Weiters können kühle oder lauwarme Getränke und Nahrungsmittel ohne Säure eingenommen werden, um weitere Reizungen der Mundschleimhaut zu vermeiden.

Die Verwendung von Strohhalmen kann sinnvoll sein, wenn die Flüssigkeitsaufnahme erschwert ist. Honig und Kamille werden antientzündliche Effekte nachgesagt. Sie können auf die Bläschen im Mund aufgetragen werden. Beim Auftreten von starkem Juckreiz der Ausschläge oder Bläschen können ebenfalls kühlende Umschläge helfen.

Empfehlungen zur Nachsorge bei einer Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Da die Hand-Fuß-Mund-Krankheit hochansteckend ist, sollten Betroffene in der akuten Krankheitsphase den Kontakt zu anderen Menschen meiden. Kindergärten oder Schulen sollten erst nach Abklingen des Fiebers und nach Eintrocknen der Bläschen auf der Haut wieder besucht werden. Weiters sollte auf ausreichende Hygiene geachtet werden.

Vor allem regelmäßiges Händewaschen nach dem Toilettengang oder nach dem Wickeln sowie das Desinfizieren von Flächen nach Benutzung können dazu beitragen, eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Besteck, Gläser, Geschirr oder Spielzeug sollten bei einer bekannten Infektion nicht geteilt werden.

Nach einer durchgemachten Infektion besteht eine Immunität gegen den auslösenden Subtyp der Enteroviren. Da die Erkrankung jedoch von verschiedenen Enteroviren ausgelöst werden kann, sind mehrfache Infektionen möglich.

Zusammenfassung

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die durch Enteroviren ausgelöst wird. Neben einem asymptomatischen Verlauf kann es zu Beschwerden wie bei einem grippalen Infekt sowie zu Ausschlägen oder Bläschenbildungen im Bereich von Händen, Füßen und dem Mund kommen.

In den meisten Fällen heilt die Erkrankung innerhalb von sieben bis zehn Tagen komplikationslos aus.

Häufig gestellte Patientenfragen, beantwortet

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit kann durch verschiedene Subtypen der Enteroviren ausgelöst werden. Nach durchgemachter Krankheit ist man gegen den spezifischen Erreger immun, jedoch nicht gegen die übrigen Enteroviren, die ebenfalls Ursache der Infektion sein können. Man kann die Hand-Fuß-Mund-Krankheit also öfter als einmal bekommen. Derzeit ist kein Impfstoff gegen Enteroviren verfügbar.

Nach durchgemachter Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist man gegen den spezifischen Krankheitserreger immun. Die Erkrankung kann jedoch durch mehrere Subtypen der Enteroviren ausgelöst werden, weshalb man sich öfter anstecken kann.

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit tritt überwiegend bei Kindern vor dem zehnten Lebensjahr auf. Es können jedoch auch Erwachsene von der Erkrankung betroffen sein. Bei ihnen fallen die Symptome in der Regel sehr mild aus. Es kann auch zu asymptomatischen Infektionen kommen. Dennoch besteht eine Ansteckungsgefahr. Ein höheres Risiko, an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit zu erkranken, besteht bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem.

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit betrifft vor allem Kinder unter dem zehnten Lebensjahr. Doch auch Erwachsene können die Erkrankung bekommen. Bei ihnen zeigt sich besonders häufig ein asymptomatischer Verlauf, sodass viele Betroffene nicht bemerken, dass sie infiziert sind. Trotzdem ist die Erkrankung hochansteckend. Eine wichtige Rolle zur Vermeidung einer Ansteckung spielt deshalb Hygiene. Dazu zählt insbesondere regelmäßiges Händewaschen nach dem Toilettengang oder nach dem Wickeln. Weiters sollten das gemeinsame Benützen von Besteck, Gläsern oder Spielzeug bei einer bekannten Infektion vermeiden werden.

Die Diagnose der Hand-Fuß-Mund-Krankheit kann aufgrund der krankheitsspezifischen Symptomatik in der Regel klinisch gestellt werden. Ein labordiagnostischer Erregernachweis in Form eines PCR-Tests kann bei Unklarheiten durchgeführt werden.

Da es bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit zu einer Bläschenbildung im Inneren des Mundes kommen kann, sollte darauf geachtet werden, die Mundschleimhaut nicht durch scharfe, saure oder heiße Speisen und Getränke zusätzlich zu reizen. Weiters können Kauen und Schlucken erschwert und schmerzhaft sein, weshalb auf flüssige Nahrung zurückgegriffen werden sollte. Insbesondere lauwarme oder kühle Nahrungsmittel wie Milchprodukte, abgekühlter Pudding oder lauwarme Suppen können eingenommen werden. Lauwarme Kräutertees liefern ausreichend Flüssigkeit und beruhigen die Mundschleimhaut.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit Karteikarte

Erkrankung zusammengefasst

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Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Epidemiologie

  • weltweite Verbreitung
  • tritt ganzjährig auf

Risikofaktoren

  • Kontakt zu Infizierten (Schmier- und Tröpfcheninfektion)

Ursachen

  • Infektion mit Enteroviren

Symptome

  • grippeähnliche Symptome
  • Hautveränderungen an den Füßen
  • Hautveränderungen im Gesicht
  • Hautveränderungen an den Händen
  • Verweigerung der Nahrungsaufnahme
  • Fieber

Komplikationen

  • Hirnhautentzündung
  • Lähmungserscheinungen
  • Enzephalitis

Diagnose

  • Anamnese
    • Leidet ihr Kind an einer grippeähnlichen Symptomatik?
    • Zeigen sich an den Füßen ihres Kindes rötliche Flecken und Bläschen?
    • Zeigen sich im Mund ihres Kindes rötliche Flecken und Bläschen?
    • Zeigen sich an den Händen ihres Kindes rötliche Flecken und Bläschen?
    • Verweigert ihr Kind die Nahrungsaufnahme/ Flüssigkeitsaufnahme?
    • Hat ihr Kind Fieber?
  • Körperliche Untersuchung
    • Blickdiagnose (rötliche Flecken und Bläschen an Händen, Füßen und im Mund)
  • Laboruntersuchung
    • Blutuntersuchung nur bei schweren und/oder unklaren Fällen

Differenzial Diagnose

  • Windpocken

Therapie

  • Medikamente

Präventionsmaßnahmen

  • Allgemeine Hygienemaßnahmen

Prognose

  • Zumeist komplikationsloser Verlauf
  • Ausbreitung der Infektion auf verschiedene Organe möglich

Begriffe

Fieber

Von Fieber spricht man immer dann, wenn die Körpertemperatur über das normale Maß hinaus erhöht ist. Normalerweise liegt die Körpertemperatur des Menschen zwischen 36,0 und 37,4 Grad Celsius.
Ein Hautausschlag ist ein Zustand, den jeder Mensch kennt. Hautausschläge können sich in unterschiedlichster Form, Farbe, Verlauf, Ausprägung und Dauer zeigen.
Als Husten bezeichnet man die Reaktion des Körpers, auf eine Reizung des Rachens oder der Atemwege.
Ibuprofen ist als entzündungshemmendes, fiebersenkendes und schmerzlinderndes Mittel unverzichtbar ist. Die Behandlung sollte jedoch so kurz wie möglich erfolgen. Von langfristiger Anwendung sollte man, wenn es möglich ist, absehen.
Juckreiz ist ein unangenehmes Gefühl der Haut, das den Drang zum Kratzen hervorruft. Er ist ein charakteristisches Merkmal vieler Hautkrankheiten und ein Anzeichen für einige systemische Krankheiten.
Beim Lungenödem handelt es sich nicht um eine konkrete Erkrankung, sondern vielmehr um die Beschreibung eines Zustandes, der von einer Vielzahl von Grunderkrankungen verursacht werden kann.

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