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Arteriosklerose

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Geschrieben von
Dr. Moritz Wieser (Arzt)

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren einer Arteriosklerose?

Arteriosklerose bedeutet direkt übersetzt "Verhärtung der Arterien". Oft wird dieser Prozess auch als "Atherosklerose" ("athero-" = Fettablagerung/Plaque) bezeichnet. Hierbei handelt es sich um zwei Begriffe, die oft synonym verwendet werden.

Atherosklerose bezeichnet jedoch die Verhärtung von Gefäßen, aufgrund fetthaltiger Substanzen, in der Regel Cholesterin, wobei Arteriosklerose speziell die Verhärtung von Arterien meint. Daraus folgt, dass eine Arteriosklerose zwar in den meisten Fällen durch eine Atherosklerose bedingt ist, jedoch eine Arteriosklerose auch anderen Ursprungs sein kann.

Wissenswert

Einer der Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung einer Atherosklerose ist das Zigarettenrauchen. 85 % der betroffenen Patienten sind oder waren Raucher.

Des Weiteren ist Diabetes einer der größten Risikofaktoren sowie Bluthochdruck . Adipositas und Bewegungsmangel gehen oft Hand in Hand und erhöhen ebenfalls das Risiko für die Entstehung einer Arteriosklerose.

Ebenso spielen die Cholesterinwerte bei der Entstehung der Atherosklerose eine zentrale Rolle. Diese werden vor allem durch die Ernährung beeinflusst. Doch was ist Cholesterin eigentlich?

Cholesterin ist ein lebenswichtiger Bestandteil der Membran von menschlichen Zellen und stellt die Vorstufe in der Synthetisierung von Steroidhormonen dar. Beim Menschen wird Cholesterin zu 90 % im Körper selbst hergestellt, beim Erwachsenen in einer Menge von 1 bis 2 g pro Tag, und wird nur zu 10 % mit der Nahrung aufgenommen.

Beim Arzt wird oft zwischen LDL und HDL Cholesterin unterschieden. LDL steht für „low density lipoproteine“. HDL steht für „high density lipoproteine“. LDL wird dabei oft als das „schlechte Cholesterin“ bezeichnet, wobei HDL als das „gute Cholesterin“ bezeichnet wird.

Cholesterin ist als Fett im Blut nicht löslich, was bedeutet, dass es mit der Hilfe von Proteinen im Körper durch das Blut transportiert werden muss. Low density lipoproteine binden an Cholesterin und transportieren es durch das Blut von der Leber weg zum Gewebe hin.

High density lipoproteine binden an Cholesterin im Gewebe und transportieren das Cholesterin zurück zur Leber. Je mehr LDL-Cholesterin im Blut unterwegs ist, desto größer ist die Gefahr, dass sich das Cholesterin in den Gefäßwänden ablagert.

Deshalb sollten die LDL Cholesterinwerte so niedrig wie möglich gehalten werden und die HDL Cholesterinwerte, wenn möglich, erhöht sein. Dies spricht gegen die frühere Hypothese, dass beide Cholesterinwerte schlecht sind.

Der Konsum von gesättigten Fetten (bspw. aus tierischen Lebensmitteln) und Transfetten (aus Fertigprodukten) regt in der Leber die Produktion von LDL-Cholesterin an und erhöht so den Spiegel. Omega-3-Fettsäuren, die beispielsweise in Fischöl enthalten sind, erhöhen die HDL-Cholesterinspiegel.

Wenn die LDL-Cholesterinwerte im Blut zu hoch sind, lagern sich die Fette in den Gefäßwänden ab und führen zu einer Verhärtung dieser. Zudem werden die Gefäße dadurch verengt und erhöhen den Blutdruck, was zu einem Teufelskreis führt, da ein hoher Blutdruck erneut das Risiko für die Entstehung einer Arteriosklerose erhöht.

Durch die Verhärtung der Gefäße werden die Arterien anfälliger für Risse und Gefäßschädigungen. Die Risse und Gefäßschädigungen beeinflussen den Blutfluss in negativem Ausmaß, sodass sich noch mehr Fette und Ablagerungen an die beschädigten Gefäßwände anhaften. Sogenannte "Plaques" entstehen und die Gefäße verkalken bzw. verhärten und verengen sich.

Was sind die Symptome einer Arteriosklerose?

Die Arteriosklerose wird erst mit einer ihrer vielen Folgeerkrankungen bemerkbar. Die Arteriosklerose ist ein langwieriger, schleichender Prozess, der primär asymptomatisch ist. Als „atherosklerotisch bedingte kardiovaskuläre Erkrankungen“ bezeichnet man die zahlreichen Manifestationen der Arteriosklerose in einem Organsystem.

Die wichtigsten Vertreter der atherosklerotisch bedingten kardiovaskulären Erkrankungen sind die koronare Herzkrankheit (KHK), hierzu zählen auch der Herzinfarkt und die ischämische Kardiomyopathie , die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), der Schlaganfall und das Aortenaneurysma.

Weitere Manifestation der atherosklerotisch bedingten kardiovaskulären Erkrankungen stellen zum Beispiel die vaskuläre Demenz , der Mesenterialinfarkt oder die Nierenarterienstenose (= Verengung der Nierenarterie) beziehungsweise deren Verschluss dar.

Symptome atherosklerotisch bedingte kardiovaskuläre Erkrankungen

Die Symptome einer arteriosklerotisch bedingten kardiovaskulären Erkrankung reichen von belastungsabhängigen Schmerzen über Störung der Sensibilität bis hin zu extremen Ischämieschmerzen (=Schmerzen aufgrund einer akuten Sauerstoffunterversorgung) und akutem Funktionsverlust.

Bei einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit zum Beispiel sind die Beinarterien verengt und verkalkt. Für Betroffene ist es nicht mehr möglich längere Strecken zu Fuß zurückzulegen, ohne einen belastungsabhängigen Schmerz zu verspüren.

Die Strecke variiert je nach Krankheitsgrad, doch treten zum Teil bereits nach 50 Meter gelaufener Strecke Schmerzen in den Beinen auf, was die Patienten zwingt eine Pause zu machen. Dieses Phänomen bezeichnet man auch als „Claudicatio intermittens“ oder die „Schaufensterkrankheit“.

Die Symptome einer Arteriosklerose können jedoch auch deutlich akuter sein in Form einer koronaren Herzkrankheit (KHK), wenn es aufgrund eines akuten Verschlusses einer Herz-versorgenden Arterie zu einem Herzinfarkt kommt, der mit extremen Brustschmerzen und Atemnot einhergeht.

Das weiteren kann die Arteriosklerose einen akuten Funktionsverlust zur Folge haben im Rahmen eines Schlaganfalls, bei dem wichtige Hirnareale absterben, da sie nicht mehr adäquat mit Blut versorgt werden.

Dabei kann es zu Lähmungen im Bereich der Körper- und Gesichtsmuskulatur kommen, was als akuter Funktionsverlust zu werten ist.

Wie wird die Arteriosklerose diagnostiziert?

Die Arteriosklerose macht sich mit einer ihrer Folgeerkrankungen, den sogenannten „arteriosklerotisch bedingten kardiovaskulären Erkrankungen“ bemerkbar und wird als solche auch diagnostiziert.

Eventuell kann bei bestimmten Patienten ein Risikoscreening eingesetzt werden, welches das Risiko eine kardiovaskuläre Erkrankung zu entwickeln, aufgrund einer Arteriosklerose, wahrscheinlich macht. Hierzu zählen ein einmaliges Screening auf Dyslipiämien (= genetisch schlechte Leberfettwerte) und ein Gesundheitsscreening mit Bestimmung der Cholesterinwerte.

Durchgeführt wird dies mithilfe der Anamnese und der klinischen Untersuchung, sowie einer Labordiagnostik und dessen Auswertung. In der Anamnese wird auf bestehende Risikofaktoren, wie beispielsweise einen Nikotinabusus, Adipositas , Bewegungsmangel, etc. eingegangen, genauso wie auf Hinweise von arteriosklerotisch bedingten Krankheiten.

In der Labordiagnostik spielen die Cholesterinwerte die größte Rolle. Hierbei sollte das Gesamtcholesterin nicht höher als 180 mg/dL sein, das LDL Cholesterin sollte unter 120 mg/dL liegen und das HDL Cholesterin sollte über 50 mg/dL liegen. Zur Auswertung werden verschiedene Scores herangezogen, welche die Risikofaktoren sowie die Laborergebnisse berücksichtigen.

Behandlung bei Arteriosklerose

Die Therapie der Arteriosklerose und der "atherosklerotisch bedingten kardiovaskulären Erkrankungen" richtet sich v.a. nach deren Prävention. Den Status seiner Gefäße hat man mit seinem Lebensstil zu einem großen Teil selbst in der Hand.

Hinweis

Um sich vor der Arteriosklerose effektiv zu schützen ist es wichtig frühzeitig die Weichen zu stellen. Hierbei geht es vor allem um die Ausschaltung von Risikofaktoren einer Arteriosklerose und eines zu hohen Blutdrucks. Dabei steht in erster Linie die Lebensstiländerung der Patienten im Vordergrund.

Es sollte das Rauchen dringend beendet werden - dies verringert das Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses in den nächsten zehn Jahren um bis zu 50 % Des Weiteren sollte das Gewicht normalisiert werden, der optimale BMI liegt bei 20 - 25 kg/m².

Die Ernährung sollte auf eine fettarme, ballaststoffreiche Kost reich an Omega-3-Fettsäuren umgestellt werden . Es ist zu einer mediterranen Ernährung anzuraten, mit dem regelmäßigen Verzehr von Obst, Salat, Gemüse, Olivenöl und Fisch.

Ebenfalls sollte zu einem kontrollierten körperlichen Training geraten werden, welches ca. 3 bis 7-mal pro Woche für jeweils 15 - 60 Minuten bei 40 - 60 % der maximalen Leistungsfähigkeit umfasst. Bei hohem Stressaufkommen sollte versucht werden den Stress so gut es geht zu reduzieren.

Dabei können Entspannungsübungen und Stressbewältigung helfen. Sofern ein Diabetes vorliegt, sollte dieser optimal eingestellt werden. 

Die Cholesterinwerte sollten in den Normbereich gebracht werden. Dafür stehen in erster Linie Statine zur Verfügung. Statine greifen in den körpereigenen Cholesterinstoffwechsel ein und hemmen das HMG-CoA-Reduktase Enzym, was zu einer reduzierten LDL-Cholesterin Herstellung und erniedrigten LDL Cholesterinwerten im Blut führt. Somit bilden Statine den wichtigsten Wirkstoff in der Reduzierung von LDL Cholesterin.

Omega-3-Fettsäuren sind v.a. in Fischöl zu finden und erhöhen nachweislich die HDL-Cholesterinwerte. Es sollten regelmäßig Fischprodukte konsumiert werden, um die HDL Cholesterinwerte über 50 mg/dL zu heben.

Wie ist die Prognose einer Arteriosklerose?

Achtung

Arteriosklerotisch bedingte kardiovaskuläre Erkrankungen sind die häufigste Todesursache der Welt.

Die Prognose der Arteriosklerose hängt vor allem von der Kontrolle der beeinflussbaren Risikofaktoren ab und kann anhand dieser eingeschätzt werden. Zu den beeinflussbaren Hauptrisikofaktoren zählen ein zu hoher Blutdruck, Rauchen, Diabetes, Adipositas , Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung, die mit erhöhten Cholesterinwerten einhergeht.

Die Arteriosklerose ist ein schleichender Prozess, der über einen langen Zeitraum erfolgt. Deshalb ist es notwendig, früh Risikofaktoren auszuschalten und durch Allgemeinmaßnahmen die Prognose zu verbessern. Dazu zählt in erster Linie die Beendigung des Rauchens.

Des Weiteren sollte eine Umstellung auf eine Kochsalz- und Tierfett-arme mediterrane Ernährung, reich an Ballaststoffen inklusive Obst, Gemüse und Fisch erfolgen. Ebenso gehört dazu eine regelmäßige körperliche Aktivität mit 3-4 Mal pro Woche über 30 bis 45 Minuten Ausdauertraining.

Der Blutdruck sollte optimal eingestellt werden, ebenso wie der Diabetes. Des Weiteren wurden bereits einige Medikamente erwähnt, welche die Prognose der Arteriosklerose verbessern können. Dazu zählen u.a. Beta-Blocker, Statine, ACE-Hemmer und Aldosteron-Rezeptor Antagonisten.

Alternativmedizinische Behandlungsmöglichkeiten und Haushaltsmittel bei einer Arteriosklerose

Den Status seiner Gefäße hat man zu einem großen Teil selbst in der Hand. Neben dem genetischen Profil, dem Geschlecht und dem Alter, kann man mit seinem Lebensstil vieles beeinflussen, um positiv dazu beizutragen, eine atherosklerotisch bedingte kardiovaskuläre Erkrankung, wie etwa einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu verhindern. Es sollte das Rauchen dringend beendet werden  - dies verringert das Risiko eines Schlaganfalls in den nächsten zehn Jahren um bis zu 50 %. Des Weiteren sollte das Gewicht normalisiert werden, der optimale BMI liegt bei 20 - 25 kg/m².

Die Ernährung sollte auf eine fettarme, ballaststoffreiche Kost reich an Omega-3-Fettsäuren umgestellt werden . Es ist zu einer mediterranen Ernährung anzuraten, mit dem regelmäßigen Verzehr von Obst, Salat, Gemüse, Olivenöl und Fisch.

Ebenfalls sollte zu einem kontrollierten körperlichen Training geraten werden, welches ca. 3 bis 7-mal pro Woche für jeweils 15 - 60 Minuten bei 40 - 60 % der maximalen Leistungsfähigkeit umfasst.

Bei hohem Stressaufkommen sollte versucht werden den Stress so gut es geht zu reduzieren. Dabei können Entspannungsübungen und Stressbewältigung helfen. Die Cholesterinwerte sollten in den Normbereich gebracht werden. Sofern ein Diabetes vorliegt, sollte dieser optimal eingestellt werden.

Empfehlungen zur Nachsorge bei einer Arteriosklerose

Die Nachsorge einer Arteriosklerose erfolgt meist der Diagnose einer atherosklerotisch bedingten kardiovaskulären Erkrankung (KHK, pAVK, Herzinfarkt, etc.) folgend und sollte vor allem durch eine medikamentöse Therapie erfolgen, die ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung effektiv verhindert.

Diese wird mit dem Einsatz von Statinen, die zur Senkung des Cholesterinwerts beitragen, angestrebt. Eventuell werden vom Arzt auch Beta-Blocker zur Senkung der Herzfrequenz und Blutdrucksenker verschrieben. Auch Blutverdünner können eingesetzt werden eingesetzt, um einen Herzinfarkt zu verhindern.

Daneben umfasst die Nachsorge eine radikale Lebensstiländerung, um ein erneutes Auftreten einer atherosklerotisch bedingten kardiovaskulären Erkrankung zu verhindern. Der Inhalt dieser Lebensstiländerung wurde bereits in der Therapie erwähnt.

Zusammenfassung

Arteriosklerose bedeutet direkt übersetzt "Verhärtung der Arterien" und wird oft auch als "Atherosklerose" ("athero-" = Fettablagerung/Plaque) bezeichnet, wobei, obgleich diese Begriffe oft synonym verwendet werden, Atherosklerose die Verhärtung von Gefäßen, aufgrund fetthaltiger Substanzen, in der Regel Cholesterin meint, wohingegen Arteriosklerose speziell die Verhärtung von Arterien meint.

Die Manifestation der Arteriosklerose fasst man unter den "atherosklerotisch bedingten kardiovaskulären Erkrankungen" zusammen, welche z.B. die koronare Herzkrankheit, die periphere arterielle Verschlusskrankheit, den Schlaganfall oder den Herzinfarkt mit abdecken und damit die häufigste Todesursache der Welt darstellen.

Die Therapie der Arteriosklerose und der "atherosklerotisch bedingten kardiovaskulären Erkrankungen" richtet sich v.a. nach deren Prävention, welche sich in eine radikale Lebensstilumstellung mit Beendigung des Rauchens, Umstellung der Ernährung und Sport, sowie eine medikamentöse Therapie mit dem Einsatz von Statinen und Antihypertensiva gliedert.

Häufig gestellte Patientenfragen, beantwortet

Omega-3-Fettsäuren! Diese sind v.a. in Fischöl zu finden und erhöhen nachweislich die HDL-Cholesterinwerte. Es sollten regelmäßig Fischprodukte konsumiert werden, um die HDL Cholesterinwerte über 50 mg/dL zu heben. Zudem ist zu einer mediterranen Ernährung anzuraten mit dem regelmäßigen Verzehr von Obst, Salat, Gemüse, Olivenöl und Fisch.

Die Symptome einer Arteriosklerose können sehr akut sein in Form einer koronaren Herzkrankheit (KHK), wenn es aufgrund eines akuten Verschlusses einer Herz versorgenden Arterie zu einem Herzinfarkt kommt, der mit extremen Brustschmerzen, Atemnot oder sogar dem plötzlichen Herzstillstand einhergeht.

Das Weiteren kann die Arteriosklerose einen akuten Funktionsverlust zur Folge haben im Rahmen eines Schlaganfalls, bei dem wichtige Hirnareale absterben, da sie nicht mehr adäquat mit Blut versorgt werden. Dabei kann es zu Lähmungen im Bereich der Körper- und Gesichtsmuskulatur kommen was als akuter Funktionsverlust zu werten ist.

Das hängt von den Risikofaktoren und dem Stadium der Arteriosklerose ab. Falls die Arteriosklerose bereits weit fortgeschritten ist und sich in Form von arteriosklerotisch bedingten kardiovaskulären Erkrankungen bemerkbar gemacht hat, ist die Prognose ohne Lebensstiländerung eher ungünstig.

Ja, bei einer Lebensstiländerung mit Einnahme von Statinen können sich Gefäße wieder erholen, auch wenn die Arteriosklerose nicht vollständig heilbar ist.

Die Arteriosklerose ist nicht heilbar, es ist lediglich möglich den Verlauf der Gefäßerkrankung zu verlangsamen.

Arteriosklerose ist ein langsam fortschreitender Prozess, der über Jahre hinweg zunimmt. Je nach Risikoprofil kann dieser Prozess jedoch schneller oder langsamer fortschreiten.

Arteriosklerose Karteikarte

Erkrankung zusammengefasst

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Arteriosklerose

Betroffene

Organe(e):

Gefäßsystem

Epidemiologie

  • Prävalenz: mehr als 10% der Bevölkerung
  • ca. 20% der Menschen über 70 betroffen

Risikofaktoren

  • Dyslipidämie
  • Adipositas
  • Arterielle Hypertonie
  • Rauchen

Ursachen

  • Dyslipidämie
  • Adipositas
  • Arterielle Hypertonie
  • Rauchen

Komplikationen

  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • pAVK
  • Angina pectoris

Diagnose

  • Anamnese
    • Leiden sie unter Adipositas?
    • Wurde bei ihnen Diabetes mellitus festgestellt?
    • Haben sie zu hohe Blutfettwerte?
    • Rauchen sie?
    • Hatten sie bereits einen Herzinfarkt?
    • Haben sie Schmerzen in der Brust?
    • Haben sie Bluthochdruck?
    • Hatten sie bereits einen Schlaganfall?
    • Wurde bei ihnen eine pAVK festgestellt?
  • Laboruntersuchung
    • Blutuntersuchung: z.B. Cholesterin, Triglyceride, Blutzucker, HbA1c
  • Doppler- Verschlussdruckmessung
    • ggf. bei Verdacht auf Veränderungen
  • Elektrokardiografie
    • z.B. bei Verdacht auf KHK, Angina pectoris
    • ggf. Belastungs- EKG
  • Körperliche Untersuchung
    • Gewichtsermittlung > BMI
    • Puls- und Blutdruckmessung
    • Auskultation von Lunge, Herz und Abdomen
    • Ermittlung der Gehstrecke

Laborwerte

  • LDL-Cholesterin Erhöht
  • Triglyzeride Erhöht
  • HDL-Cholesterin Erniedrigt
  • HbA1c Erhöht

Therapie

  • Lebensstiländerung
  • Medikamente
  • Operation

Präventionsmaßnahmen

  • Bewegung
  • Gewichtsreduktion
  • gesunde ausgewogene Ernährung
  • Nikotinverzicht

Mögliche Vorsorgemaßnahmen

  • regelmäßige hausärztliche Kontrollen

Prognose

  • Je früher die Behandlung erfolgt desto besser ist die Prognose.

Begriffe

Adipositas

Die Adipositas („Fettleibigkeit“) bezeichnet einen Zustand starken Übergewichts, der durch eine krankhafte Zunahme der Fettmasse charakterisiert ist.
Bluthochdruck, auch als "arterielle Hypertonie" bezeichnet, ist die häufigste internistische Erkrankung der Welt, betrifft ca. die Hälfte aller über 50-Jährigen und hat Rauchen, Diabetes, Stress, Adipositas und ein erhöhtes Alter als Risikofaktoren.
Als Brustschmerzen werden alle schmerzhaften Empfindungen im Bereich des Brustkorbs zusammengefasst. Eine ganze Reihe an Erkrankungen kann die Ursachen für Brustschmerzen sein, einige dieser Erkrankungen sind lebensbedrohlich, andere sind harmlos.
Die Demenz ist eine häufige Erkrankung des Alters, die vor allem bei über 65-Jährigen auftritt. Sie ist definiert durch den Abbau von höheren Hirn-Funktionen in Kombination mit dem Verlust von Alltagskompetenzen.
Der Begriff Kardiomyopathie steht für eine Herzmuskelerkrankung mit kardialer Dysfunktion, die primär oder sekundär bedingt sein kann.
Die Koronare Herzkrankheit, kurz KHK, ist eine Erkrankung des Herzens, die zu weiteren schweren Erkrankungen wie Herzmuskelschwäche oder Herzinfarkt führen kann. Die Wände der Arterien, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, verfetten, verkalken und verdicken so, dass der Blutstrom behindert oder sogar unterbrochen wird.
Die Nierenarterienstenose beschreibt eine Verengung der Nierengefäße, wodurch weniger Blut zu den Nieren gelangt, was im Verlauf über komplexe hormonelle Prozesse sowohl zu Bluthochdruck als auch zur Nierenfunktionseinschränkung führt.
Bei einem Schlaganfall handelt es sich eine Durchblutungsstörung im Gehirn, die eine Reihe an Ausfällen bestimmter Hirnfunktionen zur Folge hat.

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